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Wiedergutmachung

Stand: 17.01.2013

Nach § 46 a Nr. 2 des Strafgesetzbuches (StGB) kann das Gericht in solchen Fällen, in denen der Täter das Opfer einer Straftat vollständig oder teilweise entschädigt hat, die Strafe nach § 49 StGB erheblich mildern.

Voraussetzung ist, dass die Wiedergutmachung von dem Täter erhebliche Leistungen oder persönlichen Verzicht bedeutet hat. Im Gegensatz zu dem in derselben Vorschrift geregelten "Täter-Opfer-Ausgleich" handelt es sich bei der Schadenswiedergutmachung um eine freiwillige Leistung des Täters. Diese soll durch eine Strafmilderung belohnt werden. Gerade dann, wenn sich der Unwert der Tat hauptsächlich in dem eingetretenen Schaden realisiert, ist die Schadenswiedergutmachung für das Opfer besonders wichtig und geeignet, den Rechtsfrieden wieder herzustellen.

Hat beispielsweise der Betrüger das erlangte Geld zurückgezahlt, hat das Opfer unmittelbare Genugtuung. Staatsanwaltschaften verzichten nach denselben Grundsätzen bei Ersttätern häufig auf eine Anklageerhebung, wenn der Täter nachweist, dass er den angerichteten Schaden wieder gut gemacht hat.

Die zivilrechtliche Entsprechung der Wiedergutmachung ist der Schadenersatz bei Vertragsverletzungen und Sachbeschädigung. Bei Körperverletzung kann Schmerzensgeld verlangt werden. Für Fragen stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte/innen gerne zur Verfügung.


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