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Vortäuschen einer Straftat

Stand: 19.01.2015

Wer einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Strafanzeigen zuständigen Stelle (etwa Polizei oder Staatsanwaltschaft) wider besseren Wissen die Begehung einer rechtswidrigen (mit Strafe bedrohten) Tat vortäuscht, die gar nicht begangen worden ist, oder wer eine solche Stelle über die Person eines an einer solchen Tat Beteiligten zu täuschen sucht, wird nach § 145 d StGB (Strafgesetzbuch) mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die besagte Vorschrift findet jedoch nur Anwendung, wenn die Tat nicht gleichfalls nach § 164 StGB (Falsche Verdächtigung), § 258 StGB (Strafvereitelung) oder § 258a StGB (Strafvereitelung im Amt) strafbar ist. Die Täuschung über die Person kann darin bestehen, dass er entweder von dem wahren Täter oder, wenn er selbst Täter ist, über bloßes Bestreiten hinaus von sich selbst den Verdacht abzulenken sucht. Da es sich um ein Delikt gegen die Rechtspflege handelt, die vor ein unnützes Tätigwerden der zuständigen Organe geschützt werden soll (BGHSt 6, 251; 19, 305), wird vorausgesetzt, dass der Täter eine bestimmte andere Person verdächtigt. Strafbar ist es auch, einer der oben genannten Stellen das angebliche Bevorstehen einer in § 126 Abs. 1 StGB (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten) genannten rechtswidrigen Tat vorzutäuschen. Nach der Rechtsprechung liegt noch keine Tat gemäß § 145d StGB vor, wenn sich eine falsche Sachverhaltsdarstellung lediglich als eine Übertreibung oder Vergröberung einer real begangenen rechtswidrigen Tat darstellt (OLG Hamm NJW 1971, 1342; 1982, 60; OLG Hamm NStZ 1987, 558).

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!


Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Sind der objektive und subjektive Tatbestand einer Vortäuschung einer Straftat gegeben?
  • Liegt zudem keine Falschverdächtigung, Strafvereitelung oder Strafvereitelung im Amt vor?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Es muss gegenüber einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Stelle vorgetäuscht worden sein, dass eine rechtswidrige Tat begangen worden ist oder dass die Verwirklichung einer der in § 126 StGB genannten Katalogtat bevorstehe.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Vortäuschen ist das Erregen oder Verstärken des Verdachts einer rechtswidrigen Tat durch die Behauptung von Tatsachen oder durch die Schaffung einer verdachtsstiftenden Beweislage oder durch eine Selbstbezichtigung. Dazu muss eine Behörde oder zuständige Stelle zu einer sinnlosen Verfolgungshandlung veranlasst worden sein.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Im Falle eines Ermittlungsverfahrens sollte vorerst keine Aussage gegenüber der Ermittlungsbehörde gemacht werden.

Maßgebliche Urteile

Da es sich um ein Delikt gegen die Rechtspflege handelt, die vor ein unnützes Tätigwerden der zuständigen Organe geschützt werden soll (BGHSt 6, 251; 19, 305), wird vorausgesetzt, dass der Täter eine bestimmte andere Person verdächtigt.

Es liegt noch keine Tat gemäß § 145d StGB vor, wenn sich eine falsche Sachverhaltsdarstellung lediglich als eine Übertreibung oder Vergröberung einer real begangenen rechtswidrigen Tat darstellt (OLG Hamm NJW 1971, 1342; 1982, 60; OLG Hamm NStZ 1987, 558).


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Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

   | Stand: 22.03.2017
Sehr gute Beratung,auf den Punkt..

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