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Unterschlagung

Stand: 22.12.2014

Wegen Unterschlagung nach § 246 Strafgesetzbuch (StGB) wird jemand bestraft, wer sich oder einem Dritten eine fremde bewegliche Sache in rechtswidriger Weise zueignet.

Es ist im Gegensatz zum Diebstahl nicht notwendig, dass Gewahrsam gebrochen wird. Weiter ist auch nicht wichtig, dass der Täter bereits Gewahrsam besitzt. Man bezeichnet die Unterschlagung als Auffangdelikt für alle Formen einer rechtswidrigen Zueignung fremder Sachen, für die eine selbständige Strafbarkeit wegen Unterschlagung nur für den Fall begründet wird, falls sie nicht in einer anderen Strafvorschrift mit einer schwereren Strafe bedroht ist (BT-Ds 13/8587, S. 43). Im Gegensatz zum Diebstahl, bei dem eine Wegnahme in der Absicht rechtswidriger Zueignung ausreicht, ist bei der Unterschlagung eine Zueignungshandlung erforderlich. Hierzu genügt die objektiv erkennbare Betätigung eines Zueignungswillens; sog. Manifestationstheorie (BGHSt 1, 264; OLG Düsseldorf NStZ 92, 298). Eine Zueignung ist beispielsweise der Verbrauch, die Verarbeitung oder Veräußerung einer fremden Sache unter Anmaßung einer Eigentümerposition.  Die Unterschlagung wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bestraft (§ 246 Abs. 1 Satz 1 StGB). Liegt die Qualifikation einer veruntreuenden Unterschlagung vor (Abs. 2), beträgt das Strafmaß Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe. Eine Sache ist anvertraut, wenn der Täter sie vom Eigentümer oder einen Dritten in dem Vertrauen erhalten hat, sie zu einem bestimmten Zweck zu verwenden, aufzubewahren oder zurückzugeben (BGHSt 9, 90; 16, 280; Fischer Strafgesetzbuch § 246 Rz. 16). Der Versuch einer Unterschlagung ist strafbar (Abs. 3).

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Sind der objektive und subjektive Tatbestand einer Unterschlagung gegeben?
  • Liegt die Zueignung anvertrauter Sachen vor vor?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Es muss jemand eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zugeeignet haben.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es ist bei der Unterschlagung eine Zueignungshandlung erforderlich. Hierzu genügt die objektiv erkennbare Betätigung eines Zueignungswillens.
  • Die Qualifikation einer veruntreuenden Unterschlagung ist gegeben, wenn der Täter die Sache vom Eigentümer oder einen Dritten in dem Vertrauen erhalten hat, sie zu einem bestimmten Zweck zu verwenden, aufzubewahren oder zurückzugeben
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Im Falle eines Ermittlungsverfahrens sollte vorerst keine Aussage gegenüber der Ermittlungsbehörde gemacht werden.

Maßgebliche Urteile

Es genügt die objektiv erkennbare Betätigung eines Zueignungswillens; sog. Manifestationstheorie (BGHSt 1, 264; OLG Düsseldorf NStZ 92, 298).

Eine Sache ist anvertraut, wenn der Täter sie vom Eigentümer oder einen Dritten in dem Vertrauen erhalten hat, sie zu einem bestimmten Zweck zu verwenden, aufzubewahren oder zurückzugeben (BGHSt 9, 90; 16, 280).


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   | Stand: 28.03.2017
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ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

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