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Unerlaubtes Entfernen

Stand: 03.02.2015

§ 142 des Strafgesetzbuchs (StGB) regelt das unerlaubte Entfernen von einem Unfallort, landläufig auch Unfallflucht genannt.

Nach dieser Norm entfernt sich jemand unerlaubt von einem Unfallort, wenn er 1.) nicht zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, dass er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder 2.) eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen.

In der Praxis wird dieser Straftatbestand sehr streng geahndet, d.h. ein kleiner "Titscher" beim Ein - oder Ausparken, der nicht angezeigt wird, führt zur Einleitung eines strafrechtlichen Verfahrens.Zu beachten ist dabei, dass hier nicht nur eine strafrechtliche Bestrafung, in der Regel eine Geldstrafe, droht, sondern auch die Eintragung von sieben Punkten in das Verkehrszentralregister zu erwarten ist.

Ein großes, zentrales Problemfeld stellt dabei dar, dass der Beschuldigte vom Unfall Kenntnis haben muss oder aber zumindest Kenntnis hätte haben müssen.

Viele Fragen zum Thema unerlaubtes Entfernen vom Unfallort lassen sich von einem in diesem Fachbereich erfahrenen Rechtsanwalt innerhalb weniger Minuten klären. Bitte halten Sie zu Ihrem Telefonat eventuell erforderliche Unterlagen bereit.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:

Bitte versuchen Sie, die nachstehenden Fragen des Anwaltes vorzubereiten:

  • Was ist genau passiert?
  • Ist der Anstoß von Ihnen bemerkt worden (Geräusche, Bewegungsenergie, optische Wahrnehmung)?
  • Waren Zeugen anwesend?
  • Sind Sie ausgestiegen und haben sich den Unfall angesehen?
  • Falls keine Zeugen anwesend waren, wie lange haben Sie am Unfallort gewartet?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Aufgrund Ihrer genannten Informationen kann der Rechtsanwalt nun prüfen, inwieweit hier der Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort gerechtfertigt sein könnte. Insbesondere wird er Wert darauf legen, zu ermitteln, inwieweit sie den Anstoß an das andere Fahrzeug wahrnehmen konnten.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Gerade im Hinblick auf die Wahrnehmbarkeit eines Verkehrsunfalles gibt es oft Differenzen. Oftmals muss ein Gutachter bewerten, ob der Fahrer eines Fahrzeuges den Unfall überhaupt hat bemerken können. Wichtig ist dabei, dass der potentielle Unfallverursacher und nunmehrige Beschuldigte sich nicht durch unbedachte Äußerungen um eine gute Verteidigungsposition bringt.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Grundsätzlich gilt: Ohne Rücksprache mit einem Anwalt keine, auch gut gemeinte, Äußerung gegenüber der Ermittlungsbehörde abgeben! Erst muss durch einen Anwalt die rechtliche Position geprüft, Akteneinsicht genommen und mit dem Beschuldigten Rücksprache genommen werden. Erst danach wird dezidiert Stellung genommen.

Maßgebliche Urteile

Zur Frage, ob der Unfallverursacher bei der Notversorgung Verletzter den Unfallort verlassen darf, entschied der BGH am 27.08.2014, dass dies kein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort darstellt, BGH 4 StR 259/14.
Zur Frage der Beweissicherung und der Bewertung im Hinblick auf ein darauf folgendes Verlassen des Unfallortes entschied das LG Hamburg ebenfalls zugunsten des Unfallverursachers, LG HH 331 S 78/10.


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   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

   | Stand: 19.07.2017
TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

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