Rechtsberatung vom Rechtsanwalt zum Thema Straftaten
Als Straftat bezeichnet man jede tatbestandsmäßige, rechtswidrige und schuldhafte Handlung, an die eine gesetzliche Strafandrohung geknüpft ist. Eine Verurteilung ist daher nur möglich, wenn alle Tatbestandsmerkmale objektiv und subjektiv erfüllt sind. Der Täter muss außerdem rechtswidrig gehandelt haben, er darf also nicht, z.B. durch Notwehr, gerechtfertigt sein. Außerdem muss er schuldhaft gehandelt haben, daran kann es z.B. fehlen, wenn der Täter bei der Tat erheblich unter Alkoholeinfluss oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Juristisch lässt sich der Begriff der Straftat weiterhin in Verbrechen und Vergehen unterteilen.
Gemäß § 12 des Strafgesetzbuches (StGB) handelt es sich bei Verbrechen um Straftaten, welche im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind. Vergehen hingegen sind Straftaten, welche im Mindestmaß mit einer geringeren Strafe, also entweder mit einer Freiheitsstrafe unter einem Jahr oder mit Geldstrafe bedroht sind. Je nach Delikt können Straftaten vorsätzlich, fahrlässig oder auch durch Unterlassen begangen werden.
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Stand: 26.08.2011
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