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Gewaltopfer

Stand: 31.08.2015

Gemeinhin wird unter einem Gewaltopfer verstanden, ein Mensch, der Opfer eines vorsätzlichen und rechtswidrigen tätlichen Angriffs wurde oder durch die rechtmäßige Abwehr eines solchen Angriffs verletzt wurde und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat.

Einem solchen Gewaltopfer stehen, bei Erfüllung der Voraussetzungen, Leistungen nach dem OEG (Opferentschädigungsgesetz) zu. Dem Opfer, oder auch ggf. dessen Hinterbliebenen, steht der Ersatz der Kosten für die Heilbehandlung, die Krankenhauskosten, ggf. eine Rente, usw. zu. Der Umfang unterliegt der Einzelfallprüfung. Die Entschädigung kann unter den Voraussetzungen des § 2 OEG auch versagt werden.
Das ist dann der Fall, wenn der Geschädigte die Schädigung verursacht hat oder wenn es aus sonstigen, insbesondere in dem eigenen Verhalten des Anspruchstellers liegenden Gründen unbillig wäre, Entschädigung zu gewähren. Leistungen können versagt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, das ihm Mögliche zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Verfolgung des Täters beizutragen, insbesondere unverzüglich Anzeige bei einer für die Strafverfolgung zuständigen Behörde zu erstatten. Nach § 1 Opferanspruchssicherungsgesetz besteht für die im Sinne des § 172 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) verletzte Person zur Sicherung ihrer Schadensersatzansprüche gegen den Täter oder Tatbeteiligten ein gesetzliches Pfandrecht an den Erlösen, die der Täter oder Tatbeteiligte durch eine mediale Vermarktung der Tat erlangt hat.

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