Durchwahl Strafrecht
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Fahrerflucht

Stand: 09.10.2014

Die Fahrerflucht ist eine Straftat, welche als Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort in § 142 StGB (Strafgesetzbuch) geregelt ist.

Hiernach wird bestraft, wer sich vom Unfallort entfernt, bevor er sicherstellt, dass die anderen Beteiligten Daten über seine Person, das Fahrzeug und die Art und Weise der Beteiligung am Unfall erhalten. Liegt nur ein völlig belangloser Schaden vor, ist der der Tatbestand der Unfallflucht ausgeschlossen. Der Tatbestand ist ebenfalls ausgeschlossen, wenn nur der Unfallverursacher einen Schaden erlitten hat (BGHSt 8, 263). Für den Fall, das niemand im Moment des Unfalls zur Feststellung anwesend ist, muss eine angemessene Zeit lang gewartet werden; andernfalls ist auch das unter § 142 StGB strafbar. Die Dauer der Wartepflicht ist abhängig von der Schwere des Unfalls und den sonstigen Umständen, wobei die Grundsätze der Erforderlichkeit und Zumutbarkeit zu berücksichtigen sind. So gelten beispielsweise 15 Minuten in der Nacht bei 1500,- DM Schaden als nicht ausreichend (OLG Koblenz VRS 49, 180); dagegen sind 30 Minuten nachts bei 1100,- DM als ausreichend bewertet worden (OLG Düsseldorf VRS 54, 41). § 142 StGB sieht als Strafmaß eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Als Nebenfolge können auch der Führerscheinentzug und eine Sperre für die Erteilung der Fahrerlaubnis drohen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht zum Einschalten der Polizei gibt es nicht, es ist dies in der Regel jedoch dringend zu empfehlen. Bei reinen Sachschäden unterhalb bestimmter Grenzen wird die Polizei eine Unfallaufnahme vor Ort ablehnen.

Weiteres hierzu erfahren Sie von den Rechtsanwälten der Deutschen Anwaltshotline!

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wie ereignete sich der Unfall?
  • Was wurde beschädigt?
  • Wurde der Unfall bemerkt?
  • Wer hat die Unfallstelle verlassen?
  • Gibt es Zeugen?
  • Tages- und Uhrzeit, Straßenverhältnisse?
  • Hat sich die Polizei gemeldet?
  • Gibt es Verletzte?
  • Wie lange wurde an der Unfallstelle gewartet?
  • Wurden Fotos gefertigt?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Telefonanwalt

  • prüft nach den Angaben, ob ein Unfall vorliegt.
  • bewertet die Wartezeit.
  • prüft nach den Angaben ob eine Fahrerflucht vorliegt.





3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Bei dem Unfall ist die Polizei zu rufen oder die Personaldaten mit dem Unfallgegner auszutauschen, ansonsten liegt eine Fahrerflucht vor. Sollte der Unfallgegner oder der Anrufer weggefahren sein, liegt eine Unfallflucht vor.
  • Die Wartezeit wurde nicht eingehalten.
  • Die Polizei ist noch nicht zu Hause erschienen.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie sollten sofort zur Polizei fahren und eine Selbstanzeige erstatten, da sie vom Unfallort wegfuhren somit eine Fahrerflucht begangen.
  • Der Schaden sollte dokumentiert werden.
  • Die Haftpflichtversicherung sollte über den Unfall informiert werden.

Maßgebliche Urteile

OLG Köln vom 01.03.2013; III -1 RVv36/13, 1 RVs 36/13

PKW-Fahrer fährt alkoholisiert gegen Lichtmast, dieser knickt um, Teile vom Auto fallen ab, Fahrer fährt weiter. Es erfolgt eine Verurteilung wegen Unfallflucht, Trunkenheit usw.

KG Berlin 10.03.2014 121 Ss 23/14
Angeklagter hat nach Sachverständigengutachten Unfall bemerkt und ist weitergefahren, deshalb Verurteilung

LG Wiesbaden 10.07.2014, 90264/14
Kfz Versicherung ist leistungsfrei, da eine Unfallflucht nachweislich vorliegt und somit die Aufklärungsobliegenheit verletzt wurde.


Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Fahrerflucht
Unfallgegner bedroht Sohn mit Anzeige wegen angeblicher Fahrerflucht
Unbemerktes Schrammen eines stehenden PKW - Fahrerflucht ?
Kann gegen einen Strafbefehl ein Einspruch eingelegt werden?
Betrunken einen Unfall verursacht - Droht nun ein Fahrerlaubnisentzug? Fahrerflucht ein Straftatbestand?

Interessante Beiträge zu Fahrerflucht
Unfallflucht bei Bagatellschäden
Fahrerflucht und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Verlassen des Unfallortes bei eigener Verletzung: Fahrerflucht?
Fahrerflucht bei Dunkelheit und Regen
Bei Rot über die Kreuzung: Blitzfoto in der Zeitung?
SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.503 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 07.12.2016
Das Beratungsgespräch war sehr nett und hilfreich. Ra Uwe Breitenbach ist in Fragen des Arbeitsrechts kompetent. Mit seiner Hilfe konnte das Problem zur vollsten Zufriedenheit gelöst werden.

   | Stand: 06.12.2016
Auf meine Fragen habe ich schnelle & verständliche Antworten bekommen.

   | Stand: 06.12.2016
ich danke dem Anwalt Herrn Michael Görg, er hat mir sehr weitergeholfen. ich bin sehr froh das ich diese Seite gefunden habe!!!! Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und dieser Mensch hat mir Hoffnung gegeben dieser hat sich zeit genommen hat mir zugehört und mir ausführlich erklärt wie es gesetzlich gehandhabt wird. ich danke ihnen vielmals. von Herzen!

Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 003-872
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Strafrecht
 
0900-1 875 003-873
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Verkehrsrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Strafrecht | Arzthaftungsrecht | Strafrecht | Verkehrsrecht | Freiheitsstrafe | Geldstrafe | Polizei | StGB | Straftat | Tatbestand | Unerlaubtes Entfernen | Unfallentschädigung | Unfallflucht | Verkehrssicherungspflicht | Abstandsverstoß | Überholverstoß

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK
Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website
JURA TICKER
Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website

Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 003-872
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Strafrecht
 
0900-1 875 003-873
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Verkehrsrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.
E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen