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Realsplitting

Stand: 28.12.2012

Das steuerliche Realsplitting, eingeführt 1979, gilt für geschiedene Ehegatten und soll den im Tarifsplitting für Ehegatten liegenden Steuervorteil mit der Trennung der Ehegatten nicht ganz wegfallen lassen, sondern begrenzt beibehalten.

Beim Realsplitting wird der gezahlte Unterhalt an den dauernd getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten beim Unterhaltszahler als Sonderausgabe steuermindernd geltend gemacht und beim Unterhaltsberechtigten als sonstige Einkünfte versteuert (Korrespondenzprinzip). Ein Vorteil tritt dann ein, wenn - wie regelmäßig - die Steuerprogression (der Grenzsteuersatz) beim Unterhaltsempfänger niedriger ist als beim Unterhaltleistenden.
Begünstigt sind nur Trennungsunterhalt und Scheidungsunterhalt. Gleichgestellt sind auch Ehegatten, deren Ehe für nichtig erklärt oder aufgehoben wurde.

Nicht begünstigt sind unverheiratete Lebensgefährten und Unterhaltsleistungen innerhalb oder nach Beendigung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Auch Zahlungen an ein gemeinsames Kind sind kein Ehegattenunterhalt, selbst wenn sie den geschiedenen Ehegatten von dessen Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind befreien.
Es gilt seit 2002 nach §§ 10 Abs. 1 Nr. 1, 22 Nr. 1a EStG je Unterhaltsempfänger ein Höchstbetrag von 13.805 ? (unabhängig von Zahlungen Dritter an denselben Unterhaltsempfänger).
Alternativ kann auch der Abzug vom Gesamtbetrag der Einkünfte als Außergewöhnliche Belastung nach § 33 a Abs. 1 S. 1 EStG gewählt werden - bis zu einem Höchstbetrag von 7.188 ? im Kalenderjahr. Dann bleibt der abgezogene Betrag insgesamt steuerfrei, ist also vom Unterhaltsberechtigten nicht als Einkommen zu versteuern.

Das Realsplitting erfordert die Zustimmung des Unterhaltsberechtigten.

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