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Wiedereingliederung

Stand: 30.04.2014

Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer können, wenn sie arbeitsunfähig erkrankt sind, eine Wiedereingliederungsmaßnahme bei der Krankenkasse oder Rentenversicherung beantragen. Dabei muss die stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess medizinisch sinnvoll sein. Ist das der Fall, muss auch mit dem bisherigen Arbeitgeber eine Wiedereingliederungsmaßnahme abgeklärt werden.

Auf die Wiedereingliederung besteht kein Rechtsanspruch, d. h. der Arbeitgeber muss einer Wiedereingliederung zustimmen. Haben sowohl Arbeitgeber wie auch Kranken- oder Rentenversicherung einer Wiedereingliederung zugestimmt, kann mit dieser begonnen werden. Meist bedeutet das, dass man mit leichten stundenweisen Tätigkeiten beginnt und diese dann langsam gesteigert werden. Während der Wiedereingliederung ist der Arbeitnehmer weiterhin krank geschrieben und hat gegen den Arbeitgeber keinen Vergütungsanspruch. Stattdessen erhält der Arbeitnehmer entweder weiterhin Krankengeld von der Krankenkasse bzw. Übergangsgeld vom Rentenversicherungsträger, Verletztengeld von der Berufsgenossenschaft oder Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit von der Agentur für Arbeit. Freiwillige Lohnzahlungen von Arbeitgebern werden auf diese Zahlungen voll angerechnet und können damit auch zu ihrem kompletten Wegfall führen.

Die Dauer einer Wiedereingliederung ist individuell verschieden, in den meisten Fällen bewegt sie sich in einem Rahmen von 6 Wochen bis zu 6 Monaten.

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