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Krankenhilfe

Stand: 30.10.2013

Krankenhilfe ist eine Zusatzleistung zu anderen Hilfsmaßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII). Krankenhilfe darf grundsätzlich nur dann gewährt werden, wenn Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII, Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht (Heimerziehung) nach § 34 SGB VIII, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung nach § 35 SGB VIII oder Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche gem. § 35 a SGB VIII erbracht wird. Krankenhilfe setzt mithin voraus, dass eine der vorbenannten Erziehungshilfe geleistet werden. Werden diese Erziehungshilfe geleistet, muss, da deren Krankenversorgung nicht immer sichergestellt ist, auch Krankenhilfe geleistet werden. Allerdings darf Krankenhilfe dann nicht geleistet werden, wenn andere vorrangig verpflichtete Sozialträger Leistungen zu erbringen haben. Insbesondere sind hier Leistungen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung beachtlich.

Krankenhilfe umfasst vorbeugende Gesundheitshilfe, also die ambulante oder stationäre Vorsorge aber auch Sonderleistungen, wie etwa Hilfe für Süchtige, Kondome und andere Leistungen, darüber hinaus auch Leistungen der Krankenbehandlung auch für zahnärztliche oder psychotherapeutische Maßnahmen sowie Hilfen zur Familienplanung, etwa die Verordnung empfängnisregelnder oder -verhütender Mittel. Darüber hinaus können auch Hilfen bei Schwangerschaft und Mutterschaft, bei Sterilisation oder bei Schwangerschaftsabbrüchen erbracht werden. Damit ist der Leistungsumfang der Krankenhilfe nach SGB VIII deutlich weiter, als der "normale" Umfang einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Auch für nicht krankenversicherte Personen gibt es die Krankenhilfe.

Wegen dieses erheblichen Umfanges sind an den Bezug von Krankenhilfe hohe Anforderungen zu stellen. Sollte es zu einem Streit um die Bezugsberechtigung kommen, empfiehlt es sich dringend, einen sozialrechtlich orientierten Anwalt einzuschalten.


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   | Stand: 29.03.2017
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   | Stand: 28.03.2017
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