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Ergänzende Sozialhilfe

Stand: 22.09.2015

Der Begriff der Sozialhilfe ist seit den Hartz-Reformen nur noch für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gebräuchlich. Erwerbsfähige erhalten ALG II.

Jeder, der kein oder kein ausreichendes Einkommen hat und der nicht über eigenes Vermögen oder sonstige Unterhaltsansprüche verfügt, hat einen Anspruch auf Sozialhilfe oder ALG II, um ein mit dem so genannten Existenzminimum menschenwürdiges Leben führen zu können. Sozialhilfe oder ALG II kann beziehen, wer aus eigener Kraft oder in besonderen Lebensumständen - oder auch akuten Notlagen - nicht mehr in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Hierzu sind unter anderem ein zu geringes Einkommen, eine zu geringe Rente, Arbeitslosigkeit oder Krankheit zu zählen. Die Ursachen für die Hilfebedürftigkeit sind hierbei unerheblich. Vorleistungen sind nicht erforderlich, da es sich bei der Sozialhilfe um eine nachrangige (subsidiäre) Leistung handelt. Auch diejenigen, die über ein Einkommen verfügen, können ergänzende Sozialhilfe erhalten, wenn der Bedarf das Einkommen übersteigt. Das Einkommen und der ermittelte Bedarf des Antragstellers werden gegenübergestellt und eine daraus resultierende, etwaige Differenz wird als ergänzende Sozialhilfe oder ergänzendes ALG II ausgezahlt. Übersteigt das Einkommen jedoch den individuell ermittelten Bedarf, besteht kein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe oder ergänzendes ALG II.

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