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Schattenwurf

Stand: 07.07.2014

In den Nachbarschaftsgesetzen der Bundesländer sind Mindestabstände für Gehölze statuiert.

Gehölze sind Bäume, Sträucher und Hecken, sowie Weinstöcke und Hopfenstöcke, nicht andere Pflanzen (z. B. Sonnenblumen), auch Stauden und Gräser brauchen grundsätzlich keinen Grenzabstand einzuhalten. Anders wurde allerdings schon für den schnellwachsenden Bambus, botanisch den Gräsern zuzuordnen, entschieden, Amtsgericht Schwetzingen Az.: 51 C 39/00, Urteil vom 19.04.2000. Die Abstandsflächen sollen verhindern, dass das Nachbargrundstück übermäßig beschattet oder mit Laub, Zweigen und Wurzeln durch hoch wachsende Bäume oder Hecken beeinträchtigt wird. Hintergrund ist das im Nachbarrecht verankerte Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Werden die geforderten Abstände eingehalten, ist der Einwand übermäßiger Beschattung regelmäßig ausgeschlossen. Beim Anpflanzen von Bäumen oder Sträuchern ist jeweils der, gemessen zur aktuellen Höhe der Pflanze, geforderte Mindestabstand einzuhalten. Wenn Pflanzen wachsen, kann es sein, dass die Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden. Der Nachbar kann dann Rückschnitt der Pflanze verlangen. Der Eigentümer sollte sich deshalb beim Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern darüber Gedanken machen, welche Dimensionen das ausgewachsene Gewächs, etwa die maximale Größe der Anpflanzung erreichen wird und schon beim Anpflanzen sinnvollerweise diesen Abstand einhalten. Die Entziehung von Sonnenlicht, ist nach herrschender Rechtsprechung keine unzulässige Einwirkung, die den Nachbarn berechtigen könnte, auf Beseitigung der Bepflanzung zu klagen. Schattenwurf an sich, ist mithin kein Grund, dass der Nachbar Beseitigungsansprüche hätte, insbesondere, wenn hinsichtlich des Anspruchs auf Rückschnitt Verjährung eingetreten ist.

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