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Wohnungsmängel

Stand: 17.03.2016

Mängel der Mietsache berechtigen grundsätzlich zur Minderung der Miete (§ 536 BGB).

Der Mangel muss nicht zwangsweise vom Vermieter verursacht worden oder von ihm zu vertreten sein (Garantiehaftung), Beispiel: Lärmbelastung durch benachbarte Baustelle. Liegt ein Mangel vor, empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Anzeige des Mangels beim Vermieter mit Aufforderung zur Beseitigung innerhalb einer angemessenen, kalendermäßig bestimmten Frist (in der Regel 14 Tage) und Ankündigung, den vollen Mietzins ab sofort nur unter Vorbehalt zu bezahlen sowie die Miete zu mindern, wenn der Mangel nicht beseitigt wird. Einer Ankündigung der Mietminderung bedarf es nicht zwingend. Der Mietzins ist nach entsprechender Anzeige an den Vermieter per Gesetz nicht in voller Höhe geschuldet, sofern die Beeinträchtigung der Wohnungsnutzung nicht unerheblich ist, § 536 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Hinsichtlich der Angemessenheit der Minderung ist immer der Einzelfall und der individuelle Grad der Beeinträchtigung zugrunde zu legen; eine katalogisierte Tabelle gibt es hier nicht, zumal auch die Rechtsprechung zur Höhe der Minderung nicht einheitlich ist. Wurde der Mangel jedoch vom Mieter verursacht oder mitverschuldet, so kann eine Mietminderung ggf. zu einer rechtmäßigen Kündigung des Vermieters führen, vor allem sobald 2 volle Monatsmieten einbehalten worden sind. Daher sollte vor einer Mietminderung vorsichtshalber ein Anwalt zu Rate gezogen werden.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline aus dem Bereich Mietrecht!


Passende Verträge zum Thema Wohnungsmängel finden Sie im Vertragscenter:

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Welche Mängel sind aufgetreten?
  • Waren die Mängel bereits beim Einzug vorhanden?
  • Wann sind die Mängel erstmals aufgetreten?
  • Hat der Vermieter Kenntnis von den Mängeln?
  • Hat der Mieter die Mängel angezeigt?
  • Ist der Mangel kurzfristig zu beseitigen?
  • Ist die Wohnung trotz des Mangels noch bewohnbar?
  • Welche Einschränkungen der Nutzbarkeit bestehen?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Telefonanwalt prüft,

  • ob ein erheblicher Mangel der Mietsache vorliegt.
  • ob die Mängel bereits bei Einzug vorgelegen haben und ob in diesem Fall Rechte geltend gemacht werden können.
  • ob der Mieter seiner Meldepflicht nachgekommen ist.
  • welche Beseitigungsfrist einzuräumen ist.
  • ob eine anderweitige Unterbringung notwendig ist.
  • die Höhe der Mietminderung.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es liegt ein erheblicher Mietmangel vor, der ein Mietminderung (rechtfertigt/nicht rechtfertigt).
  • Da der Mietmangel (bereits/nicht) bei Einzug vorgelegen hat, können (keine/) Mietminderungsrechte geltend gemacht werden.
  • Da der Mangel (nicht) angezeigt wurde, bestehen (keine) Minderungsrechte.
  • Die Beseitigungsfrist beträgt (14 Tage/3 Wochen/...).
  • Der Mieter kann die Unterbringung in einer anderen Wohnung/im Hotel verlangen.
  • Die Mietminderung beträgt X%.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Sie können

  • die Miete (mindern/nicht mindern).
  • innerhalb von (14 Tagen/3 Wochen/...) die Beseitigung der Mängel vom Vermieter verlangen.
  • die Unterbringung in einem Hotel/einer Ersatzwohnung verlangen.
  • die Miete um X% mindern.

Maßgebliche Urteile

Eine Mietminderung ist gegeben, wenn der Mangel die Gebrauchstauglichkeit des Mietobjekts nicht nur unerheblich einschränkt. BGH, Urteil vom 6.4.2005, XII ZR 225/03. Wenn der Mieter einen Wohnungsmangel selbst beheben (lassen) will, kann er Ersatz der ihm entstehenden Kosten vom Vermieter verlangen, wenn er ihn zuvor in Verzug gesetzt hat oder wenn die umgehende Beseitigung des Mangels erforderlich war (BGH, Urteil vom 16.1.2008 ? VIII ZR 222/06). Lässt der bauliche Zustand der Wohnung bei üblicher Luftfeuchtigkeit die Bildung von Kondenswasser erwarten, die zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbefall führt, liegt ein Mangel der Mietsache vor (LG Hamburg 316 S 227/99, Urteil vom 11.7.2000, WuM 2001, 193).


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   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

   | Stand: 19.07.2017
TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

   | Stand: 18.07.2017
kurz, knapp, aber sehr verständlich

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