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getrennt leben

Stand: 25.05.2016

Seit Mitte der siebziger Jahre ist eine Ehe auf Antrag ohne Berücksichtigung eines Verschuldens eines oder beider Ehegatten (Verschuldensprinzip) an der Zerrüttung zu scheiden, wenn sie gescheitert ist, also wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wieder herstellen (§ 1565 Absatz 1 BGB).

Voraussetzung der Scheidung ist, dass die Eheleute grundsätzlich seit mindestens einem Jahr voneinander getrennt gelebt haben. Eine Scheidung bei einer geringeren Dauer des Getrenntlebens kommt nur in Härtefällen in Betracht. Die Dauer des Getrenntlebens ist ausschlaggebend dafür, ob die Ehe auch gegen den Willen des anderen Ehegatten geschieden werden kann. Nach mindestens einjährigem Getrenntleben kann die Ehe geschieden werden, wenn der andere Ehepartner zustimmt; nach einem mindestens dreijährigen Getrenntleben wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist (§ 1566 Absatz 2 BGB). Eine Trennung bedeutet, dass die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht. Dazu müssen die Eheleute getrennt von Tisch und Bett leben und ein soziales füreinander Einstehen ablehnen. Es werden daher keine gegenseitigen Versorgungsleistungen mehr erbracht. Getrennt leben ist auch innerhalb einer Wohnung möglich. Das Familiengericht prüft durch Anhörung der Parteien, seit wann diese getrennt leben. Bestreitet eine Partei das Getrenntleben, muss die andere Partei Tatsachen vorbringen, die das Getrenntleben beweisen. Kurzfristige Versöhnungsversuche führen nicht zu einem Neubeginn der Trennungszeit. In der Regel ist während der Trennungszeit ein Ehegatte zur Zahlung von Trennungsunterhalt verpflichtet.

Zu den Einzelheiten der komplizierten Ermittlung des zu zahlenden Unterhalts wenden Sie sich bitte an unsere erfahrenen Anwältinnen und Anwälte aus dem Familienrecht.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wann haben Sie sich getrennt?
  • Wie genau leben Sie getrennt?
  • Wurde bereits Unterhalt gefordert?
  • Bei wem leben die Kinder aktuell?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft, ob die Voraussetzungen der Trennung erfüllt sind.
  • Der Telefonanwalt prüft, ab wann eine Scheidung erfolgreich beantragt werden kann.
  • Der Telefonanwalt prüft von wem an wen Trennungsunterhalt zu zahlen ist.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Sie könnten sich sofort scheiden lassen.
  • Die von Ihnen durchgeführte Trennung ist nicht ausreichend.
  • Sie können ca. ...? Trennungsunterhalt von Ihrem Partner verlangen.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie sollten die Trennung wie folgt durchführen: ...
  • Sie sollten dem Scheidungsantrag widersprechen, da das Trennungsjahr nicht eingehalten wurde.
  • Verlangen Sie Unterhalt und fordern Sie die Unterlagen zum Einkommen an.

Maßgebliche Urteile

BGH, Urteil vom 04.12.1996 - Der BGH hat hier entschieden, dass ein vor Ablauf des Trennungsjahres gestellter Scheidungsantrag zwar abgewiesen werden muss, wenn jedoch im Rahmen des Berufungsverfahrens das Trennungsjahr abläuft, so ist die Berufung zulässig und die Scheidung somit auszusprechen. Allerdings trägt der Antragsteller in diesem Fall die Kosten der 1. Instanz. Die im vorliegenden Fall von der Gegenseite vorgetragene Behauptung, dass sich der Antragsteller durch den verfrühten Antrag einen ungerechtfertigten wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen versucht hat, wurde dabei nicht berücksichtigt.


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   | Stand: 22.09.2016
Hier hat eine punktgenaue, präzise Enschätzung der Rechtslage stattgefunden!

   | Stand: 20.09.2016
Alles Gut gelaufen! Gerner wieder !

   | Stand: 19.09.2016
Frau RA`in Leineweber hat meine Fragestellung kompetent und umfassend beantwortet.

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