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Anfangsvermögen

Stand: 27.11.2013

Das Anfangsvermögen ist ein Begriff aus der im Rahmen der Scheidung geführten Vermögensauseinandersetzung zwischen den Ehegatten. Der so genannte Zugewinnausgleich soll nach der Ehe den in der Ehe erworbenen Zuwachs an Vermögen zwischen den Partnern gerecht aufteilen. Um eine gleichmäßige Aufteilung zu erreichen, ist zu berücksichtigen, ob die Eheleute zu Beginn der Ehe ein eigenes Vermögen in die Ehe eingebracht haben.

Dieses Vermögen wird als Anfangsvermögen bezeichnet. Dem Anfangsvermögen zugerechnet werden auch einzelne einseitige Vermögenszuwächse, z.B. Erbschaften oder Schenkungen von den Eltern eines Ehegatten, soweit sie nur diesen begünstigen. Das gilt aber nicht für Schenkungen eines Ehegatten an den anderen.

Um Streitigkeiten im Rahmen der Scheidung über den Zugewinn zu vermeiden, ist es ratsam, insbesondere bei vermögenden Ehepaaren, zu Beginn der Ehe über das Anfangsvermögen ein (notarielles) Vermögensverzeichnis aufzustellen.

Seit der Familienrechtsreform 2009 wird nunmehr auch das Anfangsvermögen im Zugewinn berücksichtigt, wenn es negativ ist, das heißt aus Schulden bestand. Die Änderung trägt dem Umstand Rechnung, dass eine Vermögensauseinandersetzung nur stattfinden kann, wenn auch berücksichtigt wird, dass einer der Partner zu Beginn der Ehe Schulden hatte.

Das Anfangsvermögen ist um den inflationsbedingten Kaufkraftschwund zu bereinigen, da durch den Zugewinnausgleich nur ein realer Wertzuwachs ausgeglichen werden soll.

In Fragen der genauen Berechnung kann Ihnen ein im Familienrecht erfahrener Anwalt i. d. Regel innerhalb weniger Minuten weiter helfen. Auf Wunsch können auch weitere Tipps zur Durchführung des Zugewinnausgleichs gegeben werden.


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