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Pflichtteilsentzug

Stand: 03.08.2015

Der Pflichtteilsentzug ist in § 2333 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) abschließend geregelt. Der Pflichtteil kann nur unter den folgenden Voraussetzungen entzogen werden:

- wenn der Pflichtteilsberechtigte dem Erblasser, dessen Ehegatten, dessen Abkömmlingen oder einer dem Erblasser nahestehenden Prson nach dem Leben trachtet, - wenn sich der Pflichtteilsberechtigte sich eines Verbrechens oder schweren vorsätzlichen Vergehens gegenüber den vorstehend aufgeführten Personen schuldig gemacht hat, - wenn der Pflichtteilsberechtigte seine gesetzliche Unterhaltspflicht gegenüber dem Erblasser böswillig verletzt hat, - wenn der Pflichtteilsberechtigte wegen eines Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung rechtskräftig verurteilt worden ist oder wegen dieses Verbrechens die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt rechtskräftig angeordnet wurde und die Teilhabe des Pflichtteilsberechtigten am Nachlass dem Erblasser deswegen nicht zumutbar ist. Die Entziehung des Pflichtteils kann nur durch letztwillige Verfügung erfolgen.

Bei Fragen zum Pflichtteilsentzug helfen Ihnen die im Erbrecht tätigen Rechtsanwälte gerne weiter. Erläutern sie zunächst, wem gegenüber und warum Sie den Pflichtteilsentzug anordnen wollen bzw., wenn Sie Pflichtteilsberechtigter wins, warum der Pflichtteil entzogen wurde. Am besten halten Sie die letztwillige Verfügung des Erblassers bereit.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Welche Gründe werden in der letztwilligen Verfügung vom Erblasser für den Pflichtteilsentzug benannt ?
  • Welche Gründe in der Person des Pflichtteilsberechtigten sind Ihnen bekannt, die den Entzug des Pflichtteils rechtfertigen ?
  • Stimmen die Angaben des Erblassers in der letztwilligen Verfügung zu den Gründen des Pflichtteilsentzugs ?
  • Hat der Erblasser Ihnen gegenüber seine Unterhaltspflicht böswillig verletzt ?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft, ob der Pflichtteilsentzug überhaupt wirksam angeordnet wurde.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob eine Anfechtung möglich ist.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob Gründe für einen Pflichtteilsentzug vorliegen und ausreichend sind.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Die Anordnung des Pflichtteilsentzug ist unwirksam oder anfechtbar.
  • Es besteht ein Pflichtteilsanspruch trotz angeordneten Pflichtteilsentzugs.
  • Der Pflichtteilsentzug wurde wirksam angeordnet.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie können in Ihrer letztwilligen Verfügung den Pflichtteil entziehen.
  • Sie können auf Zahlung des Pflichtteils klagen.
  • Sie können das Testament anfechten.
  • Sie haben keine Möglichkeit, Ihren Pflichtteilsanspruch durchzusetzen.

Maßgebliche Urteile

Pflichtteilsentzug: Verbrechen oder schweres vorsätzliche Vergehen: Verfehlungen gegen Eigentum u. Vermögen BGH NJW 74, Seite 1085;
Psychische und körperliche Mißhandlung BGH FamRZ 77, Seite 47


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   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

   | Stand: 19.07.2017
TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

   | Stand: 18.07.2017
kurz, knapp, aber sehr verständlich

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