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Nachlasspfleger

Stand: 02.09.2015

Die Nachlasspflegschaft ist in §§ 1960-1962 des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Zuständig für die Anordnung einer Nachlasspflegschaft ist das Nachlassgericht des Amtsgerichts am letzten Wohnort des Erblassers.

Aufgabe des Nachlasspflegers ist die Verwaltung des Nachlasses für einen feststehenden, aber noch unbekannten bzw. noch nicht genau bekannten Erben. In der Regel gehören die Erbenermittlung und die Sicherung des Vermögens zu den Pflichten des Nachlasspflegers. Auf Antrag eines Gläubigers des Erblasser wird ein Nachlasspfleger bestellt, wenn ein Anspruch, der sich gegen den Nachlass richtet, gerichtlich durchgesetzt werden soll.  Eine Beschränkung der Nachlasspflegschaft auf einzelne Aufgaben ist möglich und zulässig. Besteht eine Erbengemeinschaft, hat die Einsetzung eines Nachlasspflegers für einen unbekannten Erben als Mitglied der Erbengemeinschaft zur Folge, dass alle Verfügungen auch von der Zustimmung des Nachlasspflegers und der Genehmigung durch das Nachlassgericht abhängig sind. Dieses Verfahren kann erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Die Vergütung des Nachlasspflegers wird aus dem von ihm verwalteten Erbteil bezahlt.

Fragen zur Nachlasspflegschaft beantworten Ihnen die im Erbrecht tätigen Kooperationsanwälte der deutschen Anwaltshotline.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wie standen Sie zum Erblasser?
  • Warum meinen Sie Nachlasspflegschaft beantragen zu müssen?
  • Hat der Erblasser bei Ihnen Schulden?
  • Gibt es einen Grund zur Vermögenssicherung?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Haben Sie Ansprüche gegen den Nachlass, wissen aber nicht, wer Erbe ist, kommt Nachlasspflegschaft in Betracht.
  • Dies gilt ebenso, wenn einzelne Vermögensgegenstände sicherungsbedürftig sind.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Da eventuell Ansprüche gegen den Nachlass bestehen, ist Nachlasspflegschaft angezeigt.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Der Antrag ist beim Nachlassgericht zu stellen und zu begründen.

Maßgebliche Urteile

Gehört zum Aufgabenumfang des Nachlasspflegers die Erbenermittlung, muss der Nachlasspfleger zur Erfüllung dieser Pflicht alle erforderlichen und zumutbaren Maßnahmen selbst unternehmen (LG Berlin, ZEV 2012/413):


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   | Stand: 28.09.2016
Tolle Beratung und auch für einen nicht volljuristen Verständlich erklärt, sehr empfehlenswert!

   | Stand: 27.09.2016
Es ist für Fragen eine gute Alternative zu einem persönlichen Anwaltsbesuch.

   | Stand: 27.09.2016
Hallo, sehr präzise, punktgenaue und frdl. Beratung. Wusste sofort nach diesem Gespräch was zu tun ist. Das Gespräch wird nicht unnötig in die Länge gezogen, wie bei anderen Hotlinen. Jederzeit gerne wieder und vielen Dank...mfG.

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