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Bestattung

Stand: 11.11.2015

Die Bestattung von Leichen ist als staatliche Aufgabe im öffentlichen Recht der einzelnen Bundesländer unterschiedlich geregelt.

Jede Leiche muss durch Beisetzung in einer Grabstätte (Erdbestattung) oder durch Einäscherung in einer Feuerbestattungsanlage und Beisetzung der Aschenreste in verschlossener Urne in einer Grabstätte (Feuerbestattung) bestattet werden. Die Art der Bestattung richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen, den er im Testament oder einer Patientenverfügung festhalten kann.  Zuständig für die Bestattung sind die Erben bzw. nächsten Angehörigen. Erst wenn keine Angehörigen vorhanden sind oder untätig bleiben, wird der Verstorbene von Amts wegen bestattet. Er erhält dann eine einfache aber würdige Bestattung. Um einen unnatürlichen Tod auszuschließen, muss der Bestattung die ärztliche Leichenschau (Totenschau) vorausgehen. Die Bestattung muss grundsätzlich auf einem Friedhof erfolgen. Von diesem Friedhofszwang gibt es seit Anfang 2015 eine Ausnahme, denn seit Januar 2015 erlaubt Bremen als erstes Bundesland die Ausbringung der Asche von Feuerbestattungen auf privaten Grundstücken. Es hat damit den Friedhofszwang für Feuerbestattungen aufgehoben. Die Gemeinden sind verpflichtet, die erforderlichen Einrichtungen herzustellen und zu unterhalten. Die Rechtsverhältnisse der Friedhöfe sind durch Satzungen geregelt. Diese Friedhofsordnungen regeln z.B. die Benutzung des Friedhofs und die Benutzungsrechte an den Gräbern, deren Anlage und die Ausgestaltung und die Durchführung der Bestattungen sowie die Benutzungsdauer und -gebühren. Auch von den Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften werden in Deutschland Friedhöfe unterhalten.  Zunehmend werden auch andere Formen der Bestattung angeboten, z.B. Seebestattung, Waldbestattung oder anonyme Bestattung.

Weitere Fragen zur Bestattung beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Welche Bestattung muss gewählt werden?
  • Wer kümmert sich um die Bestattung?
  • Erdbestattung oder Feuerbestattung?
  • Muss der Verstorbene auf den Friedhof?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Telefonanwalt klärt nach dem Tod eines Verwandten, was alles in Bezug auf die Bestattung zu tun ist.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Aus der Patientenverfügung ergibt sich, dass ihr Vater eine Erdbestattung wollte.
  • Sie sollten sich erkundigen, ob das auf dem nahegelegenen Friedhof möglich ist und wie hoch die Kosten dafür sind. Dazu wird es in Ihrer Gemeinde eine Friedhofssatzung geben.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Sie sind verpflichtet, die Bestattung Ihres Vaters zu regeln und gemeinsam mit den Geschwistern die Kosten dafür zu tragen.

Maßgebliche Urteile

Grundsatzurteil zum Friedhofszwang:Bundesverwaltungsgericht zum Friedhofszwang
Urteil vom 26.06.1974 - VII C 36/72 (Hamburg, Leitsatz: "Der gesetzlich festgelegte grundsätzliche Friedhofszwang auch für Feuerbestattungen ist als Teil der verfassungsmäßigen Ordnung im Sinne des Art. 2 Abs. 1 GG mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Zulassung von Ausnahmen kann aus Glaubens-, Gewissens- oder Bekenntnisgründen nach Art. 4 GG geboten sein."


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