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Kreditkartenbetrug

Stand: 08.07.2013

Ein Kreditkartenbetrug ist eine spezielle Betrugsart gemäß § 263 StGB (Strafgesetzbuch). Er liegt vor, wenn ein Täter gefälschte oder unrechtmäßig erlangte Kreditkartendaten verwendet, um zu Lasten des Kreditkarteninhabers bzw. zu Lasten des entsprechenden Vertragspartners (Verkäufer, Leistungserbringer) einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu erlangen. Im Regelfall spiegelt der Täter wahrheitswidrig vor, berechtigter Karteninhaber zu sein.

Es gibt drei verschiedene Arten von Kreditkartenbetrug: Kreditkarten-Diebstahl, Kreditkartennummer-Diebstahl und Identitätsdiebstahl.
Beim Kreditkarten-Diebstahl wird die physische Karte gestohlen und verwendet, um Einkäufe ohne Wissen des rechtmäßigen Inhabers vorzunehmen.

Der Kreditkarten-Nummer-Diebstahl kann in verschiedenen Formen auftreten: am Point of Sale oder über Online-Transaktionen. Die Kartennummer kann gestohlen werden, wenn die Karte durch einen Point of Sale Terminal benutzt wird. Die Kontonummer wird dann auf einer gefälschten Karte abgedruckt und verwendet, um Einkäufe oder zur Online-Einkäufe tätigen zu können.

Eine gängige Methode der Online-Kreditkarten-Betrug verwendet einen Sniffer oder ein Computer-Virus. Diese Programme nehmen jeden Tastendruck durch den Besteller auf und stehlen die Informationen aus dem Internet-Geschäft.

Der Identitätsdiebstahl wird verwirklicht, wenn jemand von einer anderen Person ohne deren Kenntnis und Einwilligung deren persönlichen Daten wie den Namen und die Kreditkarte benutzt, um auf diese Weise Vermögensvorteile zu erlangen.

Der Kreditkartenbetrug ist zu unterscheiden vom Missbrauch von Kreditkarten im Sinn des § 266b StGB. Im Rahmen des § 266b StGB missbraucht der Täter als berechtigter Karteninhaber die ihm durch Überlassung der Karte eingeräumten Möglichkeit, Zahlungen zu veranlassen. 

Kreditkartenbetrug wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

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