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Zeiterfassung

Stand: 06.08.2015

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitszeit der im Betrieb Beschäftigen zu erfassen.

Weit verbreitet sind technische Geräte zur Zeiterfassung. In Betrieben mit einem Betriebsrat hat der Betriebsrat bei der Einführung von Arbeitzeiterfassungssystemen ein Mitbestimmungsrecht (§ 87 I Nr.6). Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die Arbeitszeiten zu erfassen. Er muss jedoch die über die werktägliche Arbeit hinausgehende Arbeitszeit aufzeichnen (§ 16 II Arbeitszeitgesetz). Der Betriebsrat hat das Recht, die Arbeitszeitlisten einzusehen und die Pflicht, auf die Einhaltung der Gesetze zu achten, insbesondere Einhaltung der zulässigen Arbeitszeiten, Datenschutz bei der Anwendung von Zeiterfassungssystemen.

Manipulationen an Zeiterfassungssystemen können auch ohne vorhergehende Abmahnung eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, da hierbei auch eine Strafbarkeit wegen Betruges in Betracht kommen kann. In einem Fall, den das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz zu entscheiden hatte (Az. 11 Sa 1285/03), hatte ein Arbeitnehmer die Nachtschicht zwei Stunden zu früh verlassen, seine Stechkarte wies jedoch das reguläre Ende der Arbeitszeit aus. Vor Gericht gab der Mann zu, wegen Magenschmerzen den Betrieb früher verlassen zu haben. Diese Ausrede half ihm jedoch nicht. Nach Ansicht des Landesarbeitsgerichtes ist hier lediglich entscheidend, dass der Arbeitnehmer Arbeitszeit vorgetäuscht hat, die er tatsächlich nicht abgeleistet hat. Und das kann und muss der Arbeitgeber nicht hinnehmen, weil sonst jede Zeiterfassung sinnlos würde und der Arbeitgeber kein Kontrollinstrument mehr habe.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline telefonisch oder per E-mail.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wieviel Stunden arbeiten Sie wöchentlich, wieviel Mehrarbeit wird geleistet
  • Gilt ein Tarifvertrag
  • Existiert ein Betriebsrat
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Mehrarbeit aufzuzeichnen.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Der Betriebsrat hat das Recht die Aufzeichnungen einzusehen und kann prüfen, ob Ihre Arbeitszeit im zulässigen Bereich nach dem ArbeitszeitG liegt.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Sie sollten sich mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen.

Maßgebliche Urteile

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, AZ.: 2AZR 381/10
Das BAG bejahte die Rechtmäßigkeit einer fristlosen Kündigung einer unkündbaren Mitarbeiterin wegen falscher Aufzeichnungen der Arbeitszeiten.


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   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

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