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Urlaub bei Kündigung

Stand: 29.06.2015

Hat der Arbeitnehmer die Wartezeit von 6 Monaten gemäß § 4 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) einmal erfüllt, erwirbt er mit Beginn eines jeden Urlaubsjahres sofort den vollen Urlaubsanspruch.

Hierzu regelt § 5 BUrlG den Teilurlaubsanspruch, wenn der Arbeitnehmer nicht das gesamte Jahr über bei demselben Arbeitgeber beschäftigt ist. Nach Erfüllung der Wartezeit hat der Arbeitnehmer, der in der ersten Hälfte des Kalenderjahres ausscheidet, lediglich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses, d.h. scheidet der Arbeitnehmer zum 31.03. eines Jahres aus, hat er Anspruch auf 3/12 des Jahresurlaubs. Für angefangene Monate gibt es keinen Teilurlaubsanspruch. Scheidet der Arbeitnehmer in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres aus, hat er Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Im Tarifvertrag oder Einzelvertrag kann vereinbart werden, dass auch beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte lediglich ein Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat erworben wird. Der gesetzliche Mindesturlaub von 24 Werktagen ist aber zwingend bei Verlangen des Arbeitnehmers zu gewähren, da hiervon gemäß § 13 BUrlG nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden darf. Kann der Resturlaub nicht in der Kündigungsfrist gewährt werden, ist er abzugelten.

Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline stehen Ihnen zur telefonischen Beratung zu allen Fragen hinsichtlich einer Kündigung und des Urlaubs bei Kündigung zur Verfügung.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wie hoch ist Ihr Jahresurlaubsanspruch?
  • Wie viel Urlaub haben Sie schon genommen?
  • Sind Sie schwerbehindert?
  • Wann sind Sie in Ihre Firma eingetreten?
  • Wann sind Sie ausgeschieden?
  • Bis wann mussten Sie üblicherweise Ihren Urlaub genommen haben?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Anwalt prüft, wieviel Urlaub oder Urlaubsabgeltung Ihnen zusteht.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Sie haben lt. Gesetz 4 Wochen und nach Tarif 6 Wochen Urlaub. Sie sind schwerbehindert und haben dadurch jährlich 5 Zusatzurlaubstage.
Bei Ausscheiden zum 31.12. stehen Ihnen daher 7 Wochen Urlaub(sabgeltung)zu.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Sie können von Ihrer Firma Abgeltung Ihres Resturlaubs in Geld verlangen, wenn Sie nicht den gesamten Urlaub genommen haben.

Maßgebliche Urteile

Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass sich der noch nicht erfüllte Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses in einen Abgeltungsanspruch umwandelt, ohne dass weitere Handlungen des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers erforderlich sind (BAG, Urteil vom 19.08.2003, Az. 9 AZR 619/02).
Nach der Rechtsprechung des Bun­des­ar­beits­ge­richts verfällt der in Krank­heits­fäl­len "an­ge­spar­te" Ur­laub erst 15 Mo­na­te nach dem En­de des Ur­laubs­jah­res, d.h. zum 31. März des über­nächs­ten Jah­res: BAG, Ur­teil vom 07.08.2012, 9 AZR 353/10), so dass z.B. bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 31.12.2015 und Dauerkrankheit seit 2 Jahren noch der gesamte Urlaub der Jahre 2014 und 2015 abgegolten werden muss.


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   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

   | Stand: 09.01.2017
Bei dem Gespräch mit dem Anwalt kam auch die Deutsche Anwaltshotline ins Gespräch. Neugierig geworden habe ich nach Beendigung des Telefongespräches gesucht und auch gefunden und meine Meinung kundgetan. Ich wünschte mir in unserer Nähe auch so kompotente Beratung, da ging es mir oft besser. Danke für die Beratung.

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