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Unterkunftskosten

Stand: 07.07.2016

Arbeitnehmer können grundsätzlich als Aufwendungsersatz im Sinne des § 670 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) die Unterkunftskosten vom Arbeitgeber verlangen, sofern die Übernachtung durch den Arbeitgeber veranlasst worden ist, so z.B. im Falle von Dienstreisen oder längeren Diensteinsätzen außerhalb des regulären örtlichen Einsatzgebietes.

Häufig ist die Frage des Ersatzes der Unterkunftskosten wie auch von Reisekosten, Spesen etc. bereits schon im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder im Rahmen einer Betriebsvereinbarung geregelt. Es ist in jedem Fall ratsam, vor Antritt der Dienstreise, bzw. vor Beginn einer Tätigkeit außerhalb der gewöhnlichen Betriebsstätte eine ausdrückliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber über die Übernahme der konkreten Übernachtungskosten zu treffen. Arbeitnehmer haben alternativ dazu die Möglichkeit, die ihnen entstandenen Unterkunftskosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend zu machen. Dies jedenfalls, soweit Ihnen die Kosten nicht durch den Arbeitgeber ersetzt wurden. Übernachtungskosten der beruflichen Auswärtstätigkeit sind nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts neben den Rechnungsbelegen für die Nutzung eines Hotelzimmers z.B. Mietaufwendungen für die Nutzung eines Zimmers oder einer Wohnung sowie Nebenleistungen, bei Auslandsübernachtungen die besondere Kreditkartengebühr bei Zahlungen in Fremdwährungen.Im Falle von Streitigkeiten über die Ersatz und/oder die Höhe der Unterkunftskosten sollte der Rechtsrat eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht eingeholt werden.

Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline beraten Sie gerne zu sämtlichen Fragen der Unterkunftskosten am Telefon oder per E-Mail.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Trifft Ihr Arbeitsvertrag eine Regelung zu Dienstreisen?
  • Befindet sich Ihr Arbeitsplatz nicht in der Nähe Ihres Wohnortes?
  • Haben Sie einen Zweitwohnsitz gemeldet?
  • Haben Sie ein möbliertes Zimmer oder eine möblierte Wohnung gemietet?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft, ob Ihr Arbeitsvertrag eine Erstattungsregelung für Unterkunftskosten vorsieht.
  • Der Telefonanwalt grenzt im Rahmen der Unterkunftskosten die Reisetätigkeit von der Beschäftigung an einem Zweitwohnsitz ab.
  • Der Telefonanwalt klärt, wie der Nachweis für die Erstattung von Unterkunftskosten zu führen ist.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Im Arbeitsvertrag ist die Erstattungsfähigkeit der Unterkunftskosten geregelt.
  • Bei einer Reisetätigkeit haben Sie einen Anspruch auf vollständige Erstattung der Unterkunftskosten.
  • Bei Vorliegen eines Zweitwohnsitzes sind die Unterkunftskosten nur erstattungsfähig, wenn dies vertraglich ausdrücklich geregelt ist.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie können vom Arbeitgeber die Unterkunftskosten verlangen.
  • Sie üben nach Ihrem Arbeitsvertrag eine Reisetätigkeit aus.
  • Sie sollten Ihren Anspruch zunächst schriftlich beziffern und mit Nachweisen belegt dem Arbeitgeber vorlegen, um einen Rechtsstreit zu vermeiden.

Maßgebliche Urteile

Die tatsächlichen Fahrtkosten, der Verpflegungsmehraufwand und die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Unterkunftskosten können bei einer Einsatzwechseltätigkeit als Werbungskosten angesetzt werden.- Bundesfinanzhof Urteil vom 11.5.2005 - Aktenzeichen: VI R 7/02.


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   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

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