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Schwanger in der Probezeit

Stand: 09.06.2015

Während der Probezeit gelten für den Arbeitgeber erleichterte Kündigungsmöglichkeiten.

Voraussetzung hierfür ist, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit sechsmonatiger Probezeit vereinbart wurde. Es gilt dann nach § 622 III BGB eine 14-tägige Kündigungsfrist. Dies gilt nicht, wenn die Arbeitnehmerin schwanger ist. § 9 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) enthält ein Kündigungsverbot für Kündigungen und gilt auch während der Probezeit. Sollte ein befristetes Arbeitsverhältnis bestanden haben, so ist eine Kündigung zulässig. Der Arbeitgeber muss allerdings von der Schwangerschaft Kenntnis haben. Die Schwangere hat gem. § 5 MuSchG eine unverzügliche Mitteilungspflicht. Diese Mitteilung kann zunächst mündlich gegenüber dem Arbeitgeber bzw. bei größeren Unternehmen gegenüber der Personalabteilung getätigt werden. Es besteht auch die Pflicht, auf Verlangen des Arbeitgebers, ein Attest über die Schwangerschaft zu überreichen. Kosten der Bescheinigung sind vom Arbeitgeber zu tragen.Die Mitteilung kann nach einer Kündigung innerhalb einer Frist von 14 Tagen nachgeholt werden.

Das Mutterschutzgesetz hindert somit jegliche Art von Kündigung, außer bei einem befristeten Arbeitsverhältnis.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wann haben Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren?
  • Haben Sie Ihrem Arbeitgeber hiervon schon unterrichtet?
  • Wann wurde die Kündigung ausgesprochen?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Anwalt berät Sie über ihre Rechte nach dem MuSchG. Er prüft die Voraussetzungen einer Kündigungsschutzklage.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Eine Kündigung während einer bestehenden Schwangerschaft ist gem. § 9 MuSchG unzulässig.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie können verlangen, dass Ihr Arbeitgeber die Kündigung zurücknimmt.
  • Sollte eine Risikoschwangerschaft vorliegen, so können Sie von Ihrem Arbeitgeber Schutzmaßnahme verlangen.

Maßgebliche Urteile

BAG Urteil vom 17.10.2013 8 AZR 742/12
Es stellt keine Diskriminierung einer Schwangeren dar, wenn der Arbeitgeber in der Probezeit kündigt, ohne von der Schwangerschaft Kenntnis gehabt zu haben.


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   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

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