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qualifiziertes Zeugnis

Stand: 26.10.2015

Arbeitnehmer haben bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen unabdingbaren Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Dies ergibt sich aus § 109 Abs. 1 GewO bzw. § 16 des Berufsbildungsgesetzes.

Um ein qualifiziertes Zeugnis handelt es sich, wenn neben den Angaben über Art und Dauer der Tätigkeit noch Angaben über Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis enthalten sind. Der Arbeitnehmer kann das Zeugnis vom Zeitpunkt der Kündigung an verlangen. Ein Zurückbehaltungsrecht des Arbeitgebers besteht nicht. Das qualifizierte Zeugnis hat folgende Bestandteile zu enthalten:

- ausführliche Beschreibung der Tätigkeit
- eine Leistungsbewertung
- Angaben über erworbene Zusatzqualifikationen
- Angaben über das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und evtl. Kunden
- Art und Umstände des Ausscheidens
- Ort und Datum der Ausstellung, Unterschrift eines befugten Vorgesetzten.

Das Zeugnis muss vollständig, wahr, klar und wohlwollend sein.  Eine besondere Formvorschrift für das qualifizierte Zeugnis besteht jedoch nicht, es müssen lediglich die im Geschäftsleben üblichen Mindestanforderungen erfüllen, wie das BAG unter dem Az.: 5 AZR 182/92 klarstellte.
Bei vielen Arbeitnehmern herrscht bei Erhalt eines qualifizierten Zeugnisses Unsicherheit über die genaue Bedeutung der einzelnen Formulierungen. Eine auf den ersten Blick gute Formulierung kann im Zusammenhang gesehen eine schlechte Bewertung ausdrücken. Dies kann erreicht werden durch verschiedene Formulierungstechniken wie z. B. die Negationstechnik (gab ein Verhalten "keinen Anlass zu Beanstandungen" dann war nichts lobenswertes dabei) oder die Leerstellentechnik (das "Verhalten gegenüber Kollegen war einwandfrei". Hier wurden die Vorgesetzten weggelassen, was impliziert, dass das Verhalten gegenüber den Vorgesetzten gerade nicht einwandfrei war).

Welche Formulierungen der Arbeitgeber verwendet und welches Beurteilungsverfahren er heranzieht steht ihm frei, es muss nur seine Leistungsbeurteilung eindeutig erkennen lassen (BAG; 9 AZR 12/03).

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wurde ein Arbeitsverhältnis beendet?
  • Bestehen Bedenken oder Einwendungen gegen Formulierungen gegen ein bereits erteiltes Arbeitszeugnis?
  • Ist das Arbeitszeugnis vollständig?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Anwalt stellt fest, ob der Mandant Anspruch auf ein Arbeitszeugnis hat.
  • Der Anwalt prüft ein bereits erteiltes Zeugnis auf Vollständigkeit und Benotung.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Der Mandant hat Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses.
  • Der Mandant hat Anspruch auf Berichtigung eines bereits erteilten Zeugnisses.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses.
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Berichtigung eines Arbeitszeugnisses, wenn dieses Fehler aufweist.
Eine Klage auf eine bessere Benotung in einem Arbeitszeugnis hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn er beweisen kann, dass er eine bessere Benotung verdient.

Maßgebliche Urteile

In seinen Urteil vom 14.10.2003 hat das BAG zu dem Aktenzeichen 9 AZR 12/03 entschieden, dass es dem Arbeitgeber nicht vorgeschrieben ist, welche Formulierungen er verwendet und welches Beurteilungsverfahren er heranzieht. Der Zeugnisleser darf nur nicht darüber im Unklaren gelassen werden, wie er die Leistungen des Arbeitnehmers einschätzt.


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   | Stand: 25.07.2017
Frau RA Winkler hat meine Frage beantwortet. Ob mir die Antworten gefallen ist natürlich eine andere Sache, aber ich habe auch keinen Anwalt gesucht, der mir nach dem Mund redet, sondern sagt, was Sache ist. Und das ist geschehen. Das Telefonat wurde auch nicht in die Länge gezogen, so wie es leider oft der Fall ist.

   | Stand: 22.07.2017
Prima, weiter so!

   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

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