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Minijob

Stand: 27.07.2015

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung mit einem monatlichen Arbeitsverdienst bis zu 450,- Euro und/oder einer von vorneherein begrenzten Dauer.

Der Minijob ist für den Arbeitnehmer nicht kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungspflichtig. Für Minijobber, die seit dem 01.01.2013 beschäftigt sind, besteht Rentenversicherungspflicht. Damit ist der volle Schutz der Rentenversicherung verbunden. Minijobber, die ihre Tätigkeit vor dem 01.01.2013 begonnen haben, bleiben auch nach dem 1.1.2013 versicherungsfrei, konnten jedoch während einer Übergangszeit auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer besteht die Möglichkeit, eine Befreiung von der Rentenversicherung zu beantragen. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer unter Angabe seiner Betriebsnummer bei der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See anmelden und monatlich das Entgelt und die zu errechnende monatliche Pauschale für die Kranken- und Rentenversicherung, die Steuer und die Umlagen. Der Arbeitnehmer erwirbt dadurch jedoch keinen Krankenversicherungsschutz. Außerdem muss der Arbeitnehmer eines gewerblichen Arbeitgebers bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Nur privat beschäftigte Haushaltshilfen sind durch Anmeldung bei der Minijob-Zentrale auch dort gegen Unfall versichert. Ein Minijob kann wahlweise pauschal oder nach den Lohnsteuermerkmalen versteuert werden. Bei einer pauschalen Versteuerung bleibt der Minijob in der Einkommensteuererklärung unberücksichtigt, bei der individuellen Versteuerung hängt dies von der Lohnsteuerklasse ab. Mehrerer Minijobs werden zusammengezählt. Ein Minijob kann auch neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt werden. Wird die Verdienstgrenze von 450,00 EUR überschritten besteht Sozialversicherungspflicht in allen Bereichen. Für einige Personengruppen wie z.B. Arbeitslose, Auszubildende bestehen Besonderheiten. Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte, z.B. Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Mindestlohn.

Klären Sie Ihre Situation mit einer/m der Anwältinnen/e der Deutschen Anwaltshotline ab.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Arbeiten Sie in einem Privathaushalt oder bei einem gewerblichen Arbeitnehmer?
  • Seit wann sind Sie in einem Minijob beschäftigt?
  • Gehören Sie einer besonderen Personengruppe an? z.B. sind Sie arbeitslos? Sind Sie Rentner? Sind Sie Auszubildende/r
  • Werden Sie gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Telefonanwalt prüft, ob für Ihre Tätigkeit sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten gelten.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Sie sind seit dem 1.1.2013 bei einem privaten Arbeitgeber als Haushaltshilfe beschäftigt. Sie haben keinen Befreiungsantrag zur Rentenversicherung gestellt und sind daher in vollem Umfang rentenversichert. Sie haben Anspruch auf 24 Werktage anteiligen Urlaub, auch wenn dies im Vertrag nicht geregelt ist. D.h., wenn Sie regelmäßig 1 x in der Woche tätig sind, beträgt ihr Urlaub 1x24 : 6 = 4 Urlaubstage. Bei zwei Arbeitstagen wöchentlich = 2x24:6 = 8 Urlaubstage.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Durch die Rentenversicherungspflicht erhöht sich Ihre gesetzliche Rente. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen Urlaub gewähren. Dies ergibt sich aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz und dem Bundesurlaubsgesetz.

Maßgebliche Urteile

Bereits vor Inkrafttreten des Teilzeit- und Befristungsgesetzes und unter der Geltung des BeschäftigungsfördrungsG hatte das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass der Arbeitgeber einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer nicht wegen der Teilzeitarbeit gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern unterschiedlich behandeln darf, es sei denn, daß sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. BAG AZR 370/88


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   | Stand: 28.09.2016
Tolle Beratung und auch für einen nicht volljuristen Verständlich erklärt, sehr empfehlenswert!

   | Stand: 27.09.2016
Es ist für Fragen eine gute Alternative zu einem persönlichen Anwaltsbesuch.

   | Stand: 27.09.2016
Hallo, sehr präzise, punktgenaue und frdl. Beratung. Wusste sofort nach diesem Gespräch was zu tun ist. Das Gespräch wird nicht unnötig in die Länge gezogen, wie bei anderen Hotlinen. Jederzeit gerne wieder und vielen Dank...mfG.

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