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Jahresarbeitszeitkonto

Stand: 30.03.2015

Ein Jahresarbeitszeitkonto ist für sich genommen kein Arbeitszeitmodell, sondern verwaltet lediglich die Arbeitsstunden der Mitarbeiter.

Es wird regelmäßig durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen eingeführt, aus denen sich Näheres ergibt. Eine gesetzliche Regelung dazu gibt es nicht. Ein Jahresarbeitszeitkonto besteht in der Regel aus zwei voneinander unabhängigen Konten, dem Plus- und dem Minuskonto. Im Pluskonto kann ein Zeitguthaben aufgebaut werden, z. B. durch Mehrarbeit im Rahmen flexibler Arbeitszeit, aber auch z. B. durch Bereitschaftsdienst oder Zeitzuschläge. Der Abbau erfolgt stunden- oder tageweise, die aufgebauten Zeiten können aber gegebenenfalls auch auf ein Lebensarbeitszeitkonto übertragen werden. In Form von Freizeit kann ein Jahresarbeitszeitkonto dabei aber üblicherweise nur in bedarfsschwachen Zeiten oder nach den Regeln der Urlaubsgewährung in Anspruch genommen werden. Üblich sind auch Regelungen, die Höchstsummen für das Konto vorsehen. Das Minuskonto wird in Form von Sollstunden (Dispositionsstunden) belastet, die durch die Kürzung von Überlappungszeiten entstehen. Hinzu kommen Zeitschulden aus den variablen Anfangs- und Endzeiten. Die Zeitschulden werden in Form von Dispositionsschichten oder -stunden in bedarfsstarken Zeiten abgeleistet.

Weitere Details zu diesem Thema erläutern Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline, Fachbereich Arbeitsrecht.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Gibt es in Ihrem Arbeitsverhältnis eine tarifvertragliche Regelungsmöglichkeit über ein Jahresarbeitszeitkonto?
  • Besteht für Sie als Arbeitgeber jahreszeitlich schwankender Arbeitskräftebedarf?
  • Sind die Mitarbeiter freiwillig bereit oder besteht eine arbeitsvertragliche Regelung zur Einführung eines Jahresarbeitszeitkontos?
  • Besteht für ihren Arbeitsplatz ein Dienstplan?
  • Wird die Dienstzeit rechtzeitig vor Dienstantritt mitgeteilt? Wie lange vorher?
  • Besteht am Ende des Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeitguthaben oder ein -defizit?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft, ob grundsätzlich eine tarifvertragliche Regelungsmöglichkeit für ein Jahresarbeitszeitkonto besteht.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob ein arbeitgeberseitiger Bedarf für ein Jahresarbeitszeitkonto besteht (schwankender Personalbedarf).
  • Der Telefonanwalt prüft, inwieweit ein Dienstplan besteht und wie lange vor Dienstantritt die Dienstzeiten mitgeteilt werden müssen.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob und inwieweit am Ende des Arbeitsverhältnisses ein Ausgleichsanspruch besteht.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es besteht (keine) eine tarifvertragliche Regelungsmöglichkeit für ein Jahresarbeitszeitkonto.
  • Aufgrund schwankenden Personalbedarfs besteht ein arbeitgeberseitiger Bedarf für ein Jahresarbeitszeitkonto.
  • Die Dienstzeiten müssen x-Tage vor Dienstantritt mitgeteilt werden.
  • Der Arbeitnehmer hat zum Ende des Arbeitsverhältnisses ein Guthaben, welches ausgeglichen bzw. einen neagtiv-Saldo, der abgearbeitet werden muss.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Mit dem Arbeitnehmer kann eine Regelung über ein Jahresarbeitszeitkonto getroffen werden.
  • Wegen des schwankenden Personalbedarfs sollte eine Jahreszeitarbeitskontoregelung getroffen werden.
  • Sie können als Arbeitnehmer den Ausgleich des Guthabens verlangen.
  • Sie können als Arbeitgeber zum Ende des Arbeitsverhältnisses die Nacharbeit vom Arbeitnehmer verlangen.

Maßgebliche Urteile

Zur eingeschränkten Verrechnung von Minusstunden auf das Arbeitszeitkonto: BAG, Urteil vom 21.03.2012, Az.: 5 AZR 676/11

Zur Frage der Berücksichtigung von Zeiten der Arbeitsunfähigkeit auf dem Arbeitszeitkonto eines Arbeitnehmers BAG, Urteil vom 28. Januar 2004 - 5 AZR 58/03

Zum Verfall von Gleitzeitguthaben auf einem Zeitkonto: BAG 5 AZR 428/12 Urteil vom 26.06.2013


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   | Stand: 28.09.2016
Tolle Beratung und auch für einen nicht volljuristen Verständlich erklärt, sehr empfehlenswert!

   | Stand: 27.09.2016
Es ist für Fragen eine gute Alternative zu einem persönlichen Anwaltsbesuch.

   | Stand: 27.09.2016
Hallo, sehr präzise, punktgenaue und frdl. Beratung. Wusste sofort nach diesem Gespräch was zu tun ist. Das Gespräch wird nicht unnötig in die Länge gezogen, wie bei anderen Hotlinen. Jederzeit gerne wieder und vielen Dank...mfG.

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