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Höchstalter

Stand: 02.10.2013

Für manche Berufe, insbesondere gilt das für Beschäftigungen im Beamtenverhältnis, sehen die jeweiligen Landesbeamtengesetze ein bestimmtes Höchstalter für die Übernahme in das Beamtenverhältnis vor. Beispielsweise konnten in manchen Bundesländern Lehrerinnen und Lehrer nur bis zu einem Höchstalter von 35 Jahren in das Beamtenverhältnis übernommen werden.

Die Festsetzung eines Höchstalters für die Einstellung ist jedoch auch häufig in der Privatwirtschaft anzutreffen. Hier ist jedoch zu beachten, dass dies aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) nur in Ausnahmefällen möglich ist, da anderenfalls beispielsweise ein Arbeitgeber, der in einer Stellenanzeige eine erfolgreiche Bewerbung von vornherein von einem bestimmten Alter bzw. einer bestimmten Altersspanne abhängig macht, Gefahr läuft, mit einem Entschädigungsanspruch des Bewerbers konfrontiert zu werden. Nach dem AGG ist nicht jede Ungleichbehandlung wegen des Alters verboten. Für eine solche Ungleichbehandlung müssen dann jedoch sachliche Gründe vorliegen. Unter diesen Umständen wäre eine Benachteiligung aufgrund des Alters zulässig. Ganz allgemein führt das AGG hierzu aus, dass eine Benachteiligung wegen des Alters nicht zu beanstanden ist, wenn sie "objektiv und angemessen durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist".

Das Höchstalter kann sich aber nicht nur auf den Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis beziehen, sondern auch als obere Begrenzung für die Ausübung einer Beschäftigung. § 10 AGG sieht eine rechtlich erlaubte unterschiedliche Behandlung wegen des Alters in der Festlegung für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor. Daher sind die in fast allen Arbeitsverträgen zu findenden Regelungen, nach denen ein Arbeitsverhältnis mit Vollendung des 65. oder 67. Lebensjahres endet, auch nach dem AGG wirksam.

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