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Bossing

Stand: 05.10.2016

Bossing ist eine Form des Mobbing, das vom Vorgesetzten ausgeht. Der Mitarbeiter soll kaltgestellt, zur Eigenkündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages veranlasst werden.

Mittlerweile wird Mobbing bzw. Bossing als systematische Anfeindung, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander (ggf. auch mit Billigung der Leitung)oder durch Vorgesetzte definiert. Mobbing ist dann anzunehmen, wenn es sich um fortgesetzte, aufeinander aufbauende und in einander übergreifende Verhaltensweisen handelt, die in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen verletzen (BAG Urt. vom 15.01.1997 -7 ABR 14/96; LAG Baden-Württemberg Urt. vom 28.06.07 - 6 Sa 93/06). Mobbing ist immer in seiner Gesamtheit zu betrachten. Es ist entgegen verbreiteter Auffassung weder ein vorgefasster Plan noch ein längerer Zeitraum erforderlich. Genannt werden Handlungen im Bereich der Arbeitsorganisation, Angriffe auf die Arbeitsqualität, soziale Isolierung, Angriffe gegen das soziale Ansehen und Angriffe gegen die Gesundheit einschließlich sexueller Belästigung. Schwierig ist oftmals die Beweisführung. Und der Chef ist in einer stärkeren Position. Wichtig ist zunächst, Verbündete (oder andere Opfer) zu sammeln, unter Kollegen, Betriebsrat, Personalabteilung, Führungsebene. Rechtlich stehen dem Opfer ggf. Schadensersatzansprüche und Unterlassungsansprüche gegen Arbeitgeber und Vorgesetztem zu, sofern sich die Handlungen nachweisen lassen. Der Arbeitgeber kann den mobbenden Vorgesetzten abmahnen und schließlich sogar versetzen oder kündigen.

Die telefonische Rechtsberatung hilft Ihnen gerne, wie man vorgehen kann, auch bei der Ermittlung und Darstellung solcher Schadensersatzansprüche.


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   | Stand: 18.08.2017
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