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Aushilfsvertrag

Stand: 07.07.2016

Unter Aushilfsvertrag ist ein Arbeitsvertrag zu verstehen, für jemanden, dessen Arbeit vorübergehend in einem Unternehmen benötigt wird.

Der Unternehmer will damit einen zeitweiligen höheren Personalbedarf decken. Der Aushilfsvertrag ist ein regulärer Arbeitsvertrag, er unterliegt den allgemeinen Regeln wie dem Entgeltfortzahlungsgesetz und dem Bundesurlaubsgesetz. Er wird nur nicht unbefristet, sondern mit Sachgrund befristet abgeschlossen. Der Sachgrund liegt hierbei in einem vorübergehenden betrieblichen Bedarf des Arbeitgebers im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 des Teilzeitbefristungsgesetzes (TzBfG). Dieser Sachgrund muss bei Abschluss des Vertrages objektiv vorliegen, er muss im Vertrag selbst nicht schriftlich aufgeführt sein, da das TzBfG in Hinblick auf den Sachgrund kein Zitiergebot enthält. Nur wenn ein Tarifvertrag oder ein anderes Gesetz (z. B. § 2 Abs. 4 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes - WissZeitVG -) dies verlangen, muss der Sachgrund schriftlich im Vertrag aufgeführt werden. Der kalendermäßig befristete Aushilfsvertrag endet nach § 15 Abs. 1 TzBfG mit Ablauf der vereinbarten Zeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Eine ordentliche Kündigung eines Aushilfsvertrages ist nach § 15 Abs. 3 TzBfG nur möglich, wenn sie im Vertrag oder in einem Tarifvertrag vereinbart ist.

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