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Aushilfsjob befristet

Stand: 25.11.2014

Der Aushilfsjob ist grundsätzlich ein Arbeitsverhältnis wie jedes andere auch.

Häufig wird es befristet abgeschlossen. Eine Besonderheit dabei ist, dass bei Aushilfsjobs, die auf eine Dauer von weniger als 3 Monaten befristet sind, die gesetzlichen Kündigungsfristen durch einzelvertragliche Abrede verkürzt werden können (§ 622 Absatz 5 Nr.1 Bürgerliches Gesetzbuch). Im Übrigen richtet sich die Befristung von Aushilfsjobs nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 TzBfG bedarf die Befristung eines sachlichen Grundes. Die Aufzählung in § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1-8 TzBfG ist allerdings nicht abschließend. Nach 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG ist die Befristung ohne Sachgrund bis zu einer Dauer von 2 Jahren zulässig. Es ist jedoch unzulässig, einen befristeten Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund abzuschließen, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein unbefristetes oder befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat (§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG), wenn das frühere Arbeitsverhältnis nicht länger als drei Jahre her ist. Die Befristungsdauer nach § 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG kann einen Zeitraum von höchstens 2 Jahren betragen, wobei das Arbeitsverhältnis nur dreimal verlängert werden kann. Unerlässlich ist jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, dass die Verlängerung schriftlich noch während der Laufzeit des alten Vertrages erfolgt und der Vertrag inhaltlich nicht geändert wird (BAG Urt. vom 23.08.06).

Bei Fragen rund um das Thema "Aushilfsjob" wird Ihnen ein zugelassener Kooperationsanwalt der Deutschen Anwaltshotline in der Regel schnell weiterhelfen können; in komplexeren Fällen zeigt er Ihnen das weitere Vorgehen auf und hilft Ihnen damit, rechtliche Nachteile zu vermeiden.


Passende Verträge zum Thema Aushilfsjob befristet finden Sie im Vertragscenter:

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Für welche Dauer ist der Aushilfsjob abgeschlossen worden?
  • Ist die Kündigungfrist gekürzt worden?
  • Gibt es einen Sachgrund für die Befristung?
  • Ist die Befristung ohne Sachgrund erfolgt?
  • Ist der Aushilfsjob bereits verlängert worden?
  • Gab es bereits ein Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber und wie lange ist das her?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Der Telefonanwalt prüft

  • die Voraussetzungen für eine Befristung.
  • die Kündigungsfrist.
  • den Sachgrund der Befristung.
  • die Wirksamkeit der sachgrundlosen Befristung.
  • ob durch eine Verlängerung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Die Befristung ist wirksam/der Vertrag gilt unbefristet.
  • Die Kündigungsfrist wurde wirksam verkürzt/ist zu kurz.
  • Der Sachgrund trägt die Befristung/nicht.
  • Die sachgrundlose Befristung ist wirksam/unwirksam und führt zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
  • Das Arbeitsverhältnis ist wegen unwirksamer Verlängerung unbefristet.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Sie können

  • nach dem Ende der Befristung eine Entfristungsklage erheben.
  • die Unwirksamkeit der Kündigungsfrist geltend machen.
  • ein unbefristetes Arbeitsverhältnis geltend machen.

Maßgebliche Urteile

BAG zum Thema Befristung bei Vorbeschäftigung beim selben Arbeitgeber: BAG, Urteil vom 06.04.2011, Az. 7 AZR 716/09
Zulässige Befristung nach Ausbildungsverhältnis:
LAG Baden-Württemberg Urteil vom 9.10.2008, Az. 10 Sa 35/08.


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Die Anwältin war wirklich sehr nett und sehr Kompetent. Immer wieder gerne :-D Auch wenn ich hoffe das ich es nicht mehr brauchen werde.

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