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Arbeitszeitverkürzung

Stand: 16.03.2015

Kollektivarbeitsrechtlich sind unter dem Begriff Arbeitszeitverkürzung die Bestrebungen insbesondere der Gewerkschaften zu fassen, die wöchentlichen Arbeitszeiten für alle Beschäftigten zu verringern (Begriff 35-Stunden-Woche).

Individualarbeitsrechtlich ist unter dem Begriff Arbeitszeitverkürzung das Recht des einzelnen Arbeitnehmers auf Verkürzung seiner individuellen Arbeitszeit, insbesondere nach dem Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung (TzBfG), zu verstehen: Nach § 8 Abs. 1 des TzBfG kann ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat in einem Betrieb mit mehr als 15 Mitarbeitern verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird. Den Umfang der Verringerung und die Verteilung der Arbeitszeit muss der Arbeitnehmer 3 Monate vor deren Beginn geltend machen. Der Arbeitgeber muss dies mit dem Arbeitnehmer erörtern, hinsichtlich der Verteilung der Arbeitszeit muss Einvernehmen erzielt werden. Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit des Arbeitnehmers zuzustimmen, soweit betriebliche Gründe dem nicht entgegenstehen. Relevant wird die Arbeitszeitverkürzung oft bei Eltern, die nach der Elternzeit wegen der Betreuung eines Kindes die Arbeitszeit verkürzen wollen oder müssen. Oft werden Anträge auf Teilzeit nach Elternzeit mit zweifelhaften Gründen abgelehnt, sodass eine Überprüfung der Gründe durch das Arbeitsgericht notwendig erscheint.

Einzelfragen zum Thema beantworten Ihnen die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline aus dem Bereich Arbeitsrecht gerne telefonisch oder per E-Mail.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Hat Ihr Arbeitsverhältnis bereits länger als 6 Monate bestanden und sind im Betrieb in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt?
  • Ist auf Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarfivertrag anwendbar?
  • Haben Sie bereits einen Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit beim Arbeitgeber gestellt?
  • Haben Sie dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angegeben?
  • Haben Sie den Antrag mindestens drei Monate vor Beginn der beabsichtigten Verkürzung gestellt?
  • Hat der Arbeitgeber die Verkürzung abgelehnt?
  • Wenn ja, mit welcher Begründung?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft die Anwendbarkeit des Teilzeit- und Befristungsgesetzes bezüglich der Arbeitszeitverkürzung.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob die formalen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung vorliegen.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob und welche Gründe für die Ablehnung genannt wurden und ob es sich um betriebsbedingte Gründe handelt.
  • Der Telefonanwalt prüft, ob durch den Tarifvertrag Ablehnungsgründe geregelt sind.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Das Teilzeit- und Befristungsgesetz ist anwendbar/nicht anwendbar und eine Verkürzung der Arbeitszeit kann grundsätzlich geltend gemacht bzw. nicht geltend gemacht werden.
  • Der Antrag wurde formal wirksam gestellt.
  • Die genannten Gründe für die Ablehnung sind anerkannt/nicht anerkannt.
  • Die genannten Ablehnungsgründe sind im Tarifvertrag geregelt und damit wirksam.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie können die Verkürzung der Arbeitszeit geltend machen/nicht geltend machen.
  • Der Arbeitgeber muss die beantragte Verkürzung und Verteilung der Arbeitszeit umsetzen/nicht umsetzen.
  • Sie können die Gründe der Ablehnung durch das Arbeitsgericht auf ihre Wirksamkeit prüfen lassen.

Maßgebliche Urteile

zu betrieblichen Ablehnungsgründen: BAG, Urteil vom 18. Februar 2003 ? Az.: 9 AZR 164/02

Betriebsbedingte Ablehnungsgründe: zur unternehmerischen Entscheidung und Erforderlichkeit eines Konzeptes: LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12. April 2002 - Az.: 3 Sa 161/02

zur Entscheidung des Arbeitgebers, Tätigkeiten ausschließlich durch Vollzeitkräfte ausführhen zu lassen: LAG Köln, Urteil vom 9. April 2003 - Az.: 3 Sa 975/02


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   | Stand: 02.12.2016
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   | Stand: 01.12.2016
Hat gut geholfen

   | Stand: 01.12.2016
Die Anwältin war wirklich sehr nett und sehr Kompetent. Immer wieder gerne :-D Auch wenn ich hoffe das ich es nicht mehr brauchen werde.

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