Rechtsberatung vom Rechtsanwalt zum Thema Rechtsberatung
Bis zum 30. Juli 2008 waren gemäß dem Rechtsberatungsgesetz zur Rechtsberatung ist in erster Linie Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater berufen. Anderen Personen war die geschäftsmäßige Rechtsberatung nur dann gestattet, wenn ihnen die dafür erforderliche Erlaubnis erteilt ist. Die Erlaubnis darf nur für bestimmte Sachbereiche erteilt werden (z.B. Inkassobüro, Mieterverein).
Seit 01.Juli 2008 gilt nunmehr das Rechtsdienstleistungsgesetz. Dies erweitert die Befugnis zur Rechtsberatung für außergerichtliche Rechtsdienstleistungen. Gerichtliche Rechtsdienstleistung bleibt jedoch weiter im Rahmen der jeweiligen Verfahrensordnungen weitestgehend auf Rechtsanwälte beschränkt. Außergerichtliche Rechtsdienstleistungen dürfen in engen Grenzen nunmehr auch von Nicht-Anwälten erbracht werden. So ist unentgeltliche Rechtsberatung grundsätzlich zulässig. Entgeltliche Rechtsberatung darf von Nicht-Anwälten im Zusammenhang mit deren Rechtskenntnissen aus dem Hauptberuf, z.B. durch Bankmitarbeiter bei Beratung zu Kreditfördermöglichkeiten erteilt werden. Außerdem von bestimmten Vereinigungen im Zusammenhang mit deren Aufgabenbereich, z.B. Gewerkschaften, Automobilvereine und dem Mieterverein. Wenn Sie Rechtsberatung sofort von einen zugelassen Rechtsanwalt in Anspruch möchten, haben Sie hier zwei Alternativen:
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Wahlweise können Sie auch ein Rechtsgebiet in der rechten Menüleiste anklicken und erhalten so die direkten Gebietsdurchwahlen zu den geeigneten Rechtsanwälten des gewünschten Bereichs. Die meisten Rechtsfragen lassen sich von einem Rechtsanwalt sofort innerhalb weniger Minuten per Telefon beantworten. Bitte halten Sie evtl. vorhandene Unterlagen zum Telefonat bereit.
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Praktische Erfahrungen aus Anwaltssicht mit der telefonischen Rechtsberatung Interview mit der Nürnberger Rechtsanwältin Tanja Leopold von der Deutschen Anwaltshotline
FRAGE: Die Anwaltshotline wirbt damit, dass bei der telefonischen Rechtsberatung der Ratsuchende nicht extra in die Kanzlei kommen muss, um anwaltliche Hilfe zu erhalten. Sie als beratende Anwältin an der anderen Seite der Leitung ...weiter lesen
Interview mit der Nürnberger Rechtsanwältin Tanja Leopold von der Deutschen Anwaltshotline
FRAGE: Die Anwaltshotline wirbt damit, dass bei der telefonischen Rechtsberatung der Ratsuchende nicht extra in die Kanzlei kommen muss, um anwaltliche Hilfe zu erhalten. Sie als beratende Anwältin an der anderen Seite der Leitung sitzen bei dem Telefongespräch aber nicht am heimischen Küchentisch?
ANTWORT: Aber nicht doch! Bei der telefonischen Rechtsberatung handelt es sich um eine vollwertige anwaltliche Dienstleistung - mit allen Qualitätsanforderungen, die das Standesrecht dafür geltend macht. Und das kann man natürlich nur in der entsprechenden professionellen Umgebung leisten. Die einschlägigen Gesetzeswerke muss ich schon griffbereit haben, und sei es über den Computer vor mir, um schnell und fundiert antworten zu können.
FRAGE: Die "Mandanten am Telefon" haben es ja oft besonders eilig?
ANTWORT: Manche Anrufer fangen gleich so an: Nur eine ganz kurze Frage, weil?s so teuer ist. Und sie rasseln dann ihre Frage herunter, um möglichst wenig Telefonzeit zu verbrauchen. Und wenn ich noch einen erläuternden Satz anfügen will, heißt es gleich: Nein, danke, das reicht mir, tschüss.
FRAGE: Wobei die Telefon-Beratung gar nicht so teuer ist?
ANTWORT: Eben. Weil es ja am Telefon in der Regel um kleine Fragen geht, die in einer Handvoll Minuten beantwortet sind. Wer diese Erfahrung erst einmal gemacht hat, der sagt sich: Oh, toll, jetzt gebe ich vielleicht zehn Euro am Telefon aus ? beim Anwalt in der Kanzlei wär?s halt eine Erstberatungsgebühr von 190 Euro oder mehr geworden.
FRAGE: Die Sache macht Ihnen offenbar Spaß. Könnten Sie sich da vorstellen, nur noch am Telefon anwaltlich tätig zu sein?
ANTWORT: Nein. Wenn ich nicht als "klassische" Kanzlei-Anwältin tätig wäre ? ich würde mich wohl erheblich schwerer tun mit den Antworten am Telefon. Und das wäre auch für die Anrufer nicht gut. Nur Telefon ? das geht, meine ich, einfach nicht. Ich für meine Person brauche zumindest den direkten Umgang mit Menschen und vertrete eigentlich auch ganz gern Mandanten vor Gericht.
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