Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Reduzierung der Arbeitszeit - was ist zu beachten?

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Detlef Vollmari
Stand: 04.01.2016

In vielen Lebenssituationen gibt es Bedarf für eine Reduzierung der Arbeitszeit. Sei es, dass Arbeitnehmer aus Alters- oder Gesundheitsgründen von einer Vollzeit- in eine Teilzeittätigkeit wechseln wollen oder Eltern nach der Geburt eines Kindes wegen der Kindesbetreuung neue Prioritäten setzen müssen.

Ein Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit hat zwei Voraussetzungen:

  1. Die Beschäftigungsdauer muss sechs Monate überschritten haben.

  2. Der Betrieb muss mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigen.

Geregelt ist der Anspruch in § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Zu beachten ist, dass der Anspruch spätestens drei Monate vor Beginn der Reduzierung geltend zu machen ist; dabei soll auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angegeben werden.

Dann hat der Arbeitgeber den Wunsch mit dem Arbeitnehmer zu erörtern mit dem Ziel, eine Einigung zu erzielen. Der Arbeitgeber der gewünschten Reduzierung zuzustimmen, "soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen".

In der Praxis wird diese weite Regelung von manchen Arbeitgebern dazu genutzt, insbesondere Arbeitnehmerinnen nach Rückkehr aus der Elternzeit die Reduzierung zu verweigern, ohne dafür wirklich stichhaltige Gründe zu haben. Es muss zumindest eine Störung des Betriebsablaufs oder eine unverhältnismäßige Kostenverursachung vorliegen.

Ablehnungsgründe können darüber hinaus auch durch Tarifverträge festgelegt werden. Teilt der Arbeitgeber die Entscheidung über die Reduzierung der Arbeitszeit nicht spätestens einen Monat vor Beginn der Reduzierung dem Arbeitnehmer schriftlich mit, gilt der Antrag des Arbeitnehmers als genehmigt und die gewünschte Reduzierung tritt ein.

Eine weitere Verringerung der Arbeitszeit kann der Arbeitnehmer erst nach Ablauf von zwei Jahren verlangen. Natürlich kann die Verringerung der Arbeitszeit auch befristet werden, um z. B. flexibel auf den Betreuungsbedarf von Kindern reagieren zu können.

Sollte der Arbeitgeber die Reduzierung aus nicht nachvollziehbaren oder tatsächlich nicht vorhandenen Gründen verweigern, kann der Arbeitnehmer die Hilfe des Arbeitsgerichts in Anspruch nehmen und die Gründe prüfen lassen. Sie sollten in diesem Fall eine(n) Anwalt/Anwältin für Arbeitsrecht einschalten.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Detlef Vollmari   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Abschlusszeugnissverlust

Bezahlte Gartenhilfe gleichzusetzen mit Schwarzarbeit? | Stand: 27.06.2014

FRAGE: Ist es schon Schwarzarbeit wenn ich einem guten Bekannten für Gartenarbeiten (Rasen mähen usw.. ) 100 Euro im Monat bezahle? Wenn ja, wie hoch sind die Strafen für beide? ...

ANTWORT: Die Ausgestaltung solcher Gartenarbeiten muss nicht notwendig verbotene Schwarzarbeit sein. Je nach Ausgestaltung der Tätigkeit kann es sich aber auch um eine selbstständige Tätigkeit de ...weiter lesen

Arbeitsvertrag: Kündigungsfrist zum Monatsende | Stand: 27.08.2012

FRAGE: Ich habe eine vierwöchige Kündigungsfrist um Monatsende. D. h. konkret, morgen könnte ich zum 30.9. kündigen. Jetzt möchte ich aber morgen zum 31.12. kündigen. Muss der A...

ANTWORT: Wenn ihr Arbeitsvertrag eine vierwöchige Kündigungsfrist zum Monatsende vorsieht, muss die schriftliche Kündigung dem Arbeitgeber bis zum 31.08.2012 zugegangen sein, damit, das Arbeitsverhältni ...weiter lesen

Einseitige Vertragsänderung von Arbeitgeber - zulässig? | Stand: 08.02.2012

FRAGE: Habe von meinem Arbeitgeber eine Zusatzvereinbarung zu meinem Vertrag bekommen; Habe einen unbefristeten Vollzeit Vertrag seit 2008.In der Zusatzvereinbarung steht ab den 1.02. wird mein Vertrag zu eine...

ANTWORT: Die einseitige Änderung Ihres Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber in derart gravierender Form ist nicht zulässig. Vielmehr ist Ihre Zustimmung hierzu erforderlich und vorher einzuholen. Da ...weiter lesen

Vertragsänderung - stillschweigende Zustimmung? | Stand: 22.08.2011

FRAGE: Ich bitte ausschließlich um eine Beratung eines Fachanwalts für Arbeitsrecht.Seit 2001 habe ich einen Arbeitsvertrag als IT Angestellter.Seit 2003 wurde vielen Kollegen in der IT einen AT (außertariflich...

ANTWORT: Zwar kann in bestimmten Situationen auch ein Schweigen als Zustimmung gewertet werden, aber nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) sind Änderungsangebote des Arbeitgebers anders z ...weiter lesen

Muss man einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen ? | Stand: 28.02.2011

FRAGE: Guten Tag, ich bin seit 2003 in meiner Firma beschäftigt. Zum 1. Maerz moechte ich in ein anderes Team wechseln und habe vor zwei Tagen einen neuen Anstellungsvertrag bekommen. Dieser enthaelt u.a...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Eine Verpflichtung Ihrerseits den neuen Anstellungsvertrag zu unterzeichnen ist nicht erkennbar, schließlich existiert ja bereits ein wirksamer Arbeitsvertrag. Sofern, wi ...weiter lesen

Besteht ein betrieblicher Anlass der eine Kündigung rechtfertigt? | Stand: 24.10.2010

FRAGE: Ich (53 Jahre) bin seit 14 Jahren bei einer Tochtergesellschaft der E. Deutschland im Angestelltenverhältnis im Außendienst (Tankkreditkarte) tätig. Vor einigen Tagen wurde nunmehr ei...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,ein Sozialplan wird nur dann aufgestellt, wenn in einem Unternehmen eine Massenentlassung (mindestens 30 Arbeitnehmer in 30 Arbeitstagen) ansteht. Das ist in Ihrem Unternehmen bishe ...weiter lesen

Sind Sonn- und Feiertagszuschläge im Taxigewerbe verpflichtend? | Stand: 17.03.2010

FRAGE: Zuschläge Nacht,- Sonn,- und Feiertagsarbeit im Taxiunternehmen (ob welche Anfallen wenn ja seid wann oder ob dies eine KANN Bestimmung ist)? ...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Die Zahlung von Sonn-, und Feiertagszuschlägen erfolgt freiwillig. Mit seinem Urteil vom 11.01.2006 hat das Bundesarbeitsgericht bestätigt, dass das im Jahre 1994 in Kraf ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Beiträge zu Abschlusszeugnissverlust

Arbeitgeber kann den Hund am Arbeitsplatz verbieten.
| Stand: 28.07.2014

Manche Arbeitnehmer bringen Ihre Hunde mit an den Arbeitsplatz. Aber kann der Arbeitgeber ihnen dies per Direktionsrecht verbieten. In einer aktuellen Entscheidung des LAG Düsseldorf nahmen die Richter zu diesem Thema ...weiter lesen

Wenn die Höhe des jährlichen Urlaubsgeldes erheblich schwankt
| Stand: 28.03.2014

FRAGE: Unser Chef hat uns seit über zehn Jahren Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt: mal großzügig bemessen, mal erheblich weniger, aber doch regelmäßig. Letztens sind die Gratifikationen jedoch ...weiter lesen

Nachhilfe-Lehrer als freie Mitarbeiter
| Stand: 06.03.2014

Der Lehrbetrieb an einer Einrichtung zur Schüler-Nachhilfe ist eher dem an einer Volkshochschule als an einer allgemeinbildenden Schule gleichzusetzen. Während in der "normalen" Schule eine Lehrkraft in der Regel ...weiter lesen

Anspruch auf freiwillig gewährtes Weihnachtsgeld
| Stand: 26.11.2013

Wird dem Arbeitnehmer laut seinem Arbeitsvertrag ein Weihnachtsgeld „gewährt“, so ergibt sich aus dieser Formulierung ein Anspruch. Dieser wird auch dann nicht gemindert, wenn die Zahlung als „freiwillige ...weiter lesen

Kein Streikaufruf über E-Mail-Konto der Firma
| Stand: 06.11.2013

Über die firmeneigene E-Mail-Adresse darf ein Arbeitnehmer nicht zum Streik aufrufen. Der Arbeitgeber hat in so einem Fall das Recht von ihm zu verlangen, dies zu unterlassen. Das hat nun das Bundesarbeitsgericht entschieden ...weiter lesen

Hund am Arbeitsplatz muss nicht geduldet werden
| Stand: 06.09.2013

Ein dreibeiniger Hund bedarf zweifellos der besonderen Zuwendung durch sein Herrchen oder Frauchen. Die Behinderung des Tiers ist aber noch kein Freibrief, es ohne Zustimmung des Vorgesetzten und der Kollegen an den Arbeitsplatz ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Detlef Vollmari   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.158 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.08.2016
Man hat mir sehr weitergeholfen

   | Stand: 23.08.2016
super freundlich und kompetent! Werd ich weiterempfehlen!

   | Stand: 19.08.2016
Freundlich, klar, ruhig, kompetent, sachlich ...

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Arbeitsrecht | Insolvenzrecht | Öffentliches Recht | Arbeitgeber | Arbeitnehmer | Arbeitsbescheinigung | Arbeitszeugnis | dienstliche Beurteilung | Leistungsnachweis | Nachweispflicht | Stets einwandfrei | Zeugnis Probezeit | Zwischenzeugnis | Leistungseinschätzung | qualifiziertes Zeugnis

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen