Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Sind Mahngebühren und Verzugskosten zulässig?

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Michael Wübbe
Stand: 10.12.2015

Jedem ist die Situation bekannt: Man hat eine Rechnung übersehen und bekommt vom Gläubiger eine Aufforderung zugesendet, die mit Mahnung überschrieben ist und zumeist eine Gebühr in Höhe von 6 bis 15 Euro beinhaltet.

Oder Sie erhalten ein Aufforderungsschreiben von einem Inkassobüro oder gar einem Rechtsanwalt, die beide ihre Kosten bei Ihnen geltend machen. Eine immer wiederkehrende Frage in dem Zusammenhang ist, ob diese Gebühren überhaupt zu erstatten sind.

Gesetzliche Grundlage der Mahngebühren

Die Grundlage dafür, dass der Schuldner die beim Gläubiger entstandenen Kosten zu tragen hat, sind die §§ 286, 288 BGB. Dort ist geregelt, wer den Umfang des Schadens zu tragen hat, wenn der sogenannte Verzug eintritt.

Verzug tritt zum Beispiel bei einer Rechnung ein, wenn diese nicht innerhalb der Frist oder spätestens nach 30 Tagen bezahlt wird. Der Gläubiger hat dann die Möglichkeit gegen den Schuldner vorzugehen. Hier hat sich ein Prozedere durchgesetzt, das auf Grundlage der Schadensminderungspflicht für den Gläubiger erstellt wurde.

Meist zwei Mahnungen

Zumeist erhält der Schuldner eine Zahlungserinnerung. Die ist freundlich geschrieben vor dem Hintergrund des Verständnisses dafür, dass man schon mal eine Rechnung übersehen kann.

Auf der zweiten Stufe wird eine sog. erste Mahnung oder auch nur mit Mahnung betiteltes Schreiben erhalten. Hier werden Mahngebühren in der o.g. Höhe erhoben zusätzlich zur Forderung. Sollte auch die dort gesetzte Frist fruchtlos verstrichen sein, wird eine zweite Mahnung erfolgen oder alternativ ein Anschreiben durch einen Rechtsanwalt oder Inkassobüro.

Rechtsanwaltskosten und Inkassokosten sind zulässig

Die Kosten eines Rechtsanwalts oder Inkassobüros sind erstattungsfähig, weil sich der Schuldner nachhaltig geweigert hat, die Forderung auszugleichen. Da er diesen Umstand zu vertreten hat, hat er auch den dadurch entstanden Schaden auszugleichen (Verzugskosten oder Verzugsschaden). Die Kosten setzen zusammen aus der Geschäftsgebühr, der Pauschale für Post- und Telekommunikation und der Umsatzsteuer.

Die Grundlage der Kosten bildet der Streitwert. Zu den vorgenannten Kosten kann zudem ein Zinsschaden geltend gemacht werden, wie auch weitere Schäden, wie zum Beispiel ein Nutzungsausfall verlangt werden.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Michael Wübbe   |Hier klicken





Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Inkassokosten

Inkassobescheid ohne vorherige Mahnungen | Stand: 10.06.2015

FRAGE: Ich habe eine Mahnung von einem Inkassounternehmen bekommen. Angeblich habe ich 10.2013 eine Rechnung versäumt zu bezahlen. Dies kann natürlich passiert sein, ich habe jedenfalls momentan keine...

ANTWORT: Sind diese Kosten alle so richtig berechnet?Antwort Rechtsanwalt: Nein. Gegebenenfalls könnten Sie zunächst einmal natürlich die (Haupt)-Forderung von Euro 28,48 bestreiten. Der (angebliche ...weiter lesen

Vertragsabschluss für Zeitschriftenabonnement muss von der Vertriebsstelle nachgewiesen werden | Stand: 19.05.2015

FRAGE: Eine Pressevertriebszentrale hat mir Zeitungen berechnet ohne das ich einen Vertrag abgeschlossen habe, ist mir jedenfalls nicht bewusst. Ich hatte bereits mit Absprache einer Mitarbeiterin eine Kündigun...

ANTWORT: Die Pressevertriebszentrale muss den Vertragsabschluss nachweisen, hat hierfür die Beweislast.Ihre Kündigung wäre also nicht notwendig gewesen.Die Abbuchung stellt keine Vertragszustimmun ...weiter lesen

Kündigung nur in vorgeschriebener Form wirksam | Stand: 18.08.2014

FRAGE: Im April 2014 habe ich eine 1-monatig Mitgliedschaft bei einer Kontaktbörse abgeschlossen. Dieses Monatspaket wurde auch von mir bezahlt bzw. vom Anbieter am 06.05.2014 per Lastschrift abgebucht...

ANTWORT: Der Zahlungsaufforderung des Inkassounternehmens müssen Sie nur nachkommen, sofern die geltend gemachte Forderung berechtigt ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Betrag von 146,5 ...weiter lesen

Pflicht Inkassokosten zu zahlen | Stand: 28.02.2014

FRAGE: Ich habe einen Mahnbescheid erhalten, weil ich leider die Versicherungsbeträge für meine Tierversicherung auf Grund einer eingetretenen Arbeitslosigkeit nicht bezahlen konnte.Der Mahnbeschei...

ANTWORT: Wenn der Mahnbescheid nicht mit dem Widerspruch/ Einspruch angefochten wird, und Vollstreckungsbescheid ebenfalls nicht fristgerecht angegriffen wird, müssen Sie die gesamten Kosten bezahlen, unabhängi ...weiter lesen

Mahnungen an alte Adresse geschickt | Stand: 08.02.2014

FRAGE: Ich habe im April 2013 von X eine Lieferung erhalten. Der Lieferung lag nur ein Lieferschein bei. Im Jahr 2011 oder 2012 wurden bei uns im Ort alle Straßenbezeichnungen geändert. Ich bin mi...

ANTWORT: Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie die fragliche Lieferung zunächst einmal bestellt und auch richtig erhalten, aber bislang nicht bezahlt. Sie möchten nun einwenden, dass Sie die Rechnun ...weiter lesen

Stromanbieter beauftrag Inkasso-Unternehmen | Stand: 19.12.2013

FRAGE: Als Vermieter einer Wohnung an eine WG hatte ich einen Stromliefervertrag mit Vattenfall geschlossen. Zum 1.1.2011 habe ich den Stromlieferanten gewechselt, dieser konnte den Übergang aber nicht rechtzeiti...

ANTWORT: 1. Die Stellungnahme von Vattenfall erhielt ich ausschließlich per Mail. Handelt es sich hierbei um eine rechtswirksame Zustellung oder kann ich die Mail ignorieren? Antwort Rechtsanwalt:Fü ...weiter lesen

Rechnung nicht erkannt und in Verzug geraten - Nun Inkasso kosten - ist dies Rechtens ? | Stand: 06.08.2011

FRAGE: Der Stromanbieter FlexStrom AG schickte mir ein Schreiben, das ich nicht als Rechnung (Vorrauskasse) erkannt hatte. Aber der Satz ,dass die Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechne...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, leider muss ich Ihnen mitteilen, dass sich die Firma Flexstrom korrekt verhalten hat und im Recht befindet.Dabei gehe ich davon aus, dass das von Ihnen angesprochene Schreiben de ...weiter lesen


Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Michael Wübbe   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.614 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.01.2017
Immer wenn ich anrufe werde ich sehr schnell und Kompetent beraten.Vielen Dank dafür

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Insolvenzrecht | Vereinsrecht | Zivilrecht | Anmahnung | Inkassoverfahren | Mahnfrist | Mahngebühren | Mahnschreiben | Mahnung | Mahnwesen | Rechnung | Schuldner | Zahlungsaufforderung | Zahlungserinnerung | Zahlungsklage

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen