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Karussell-Unfall: Kind bekommt Schmerzensgeld

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 23.04.2014

KarussellKarussellbetreiber haben bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen

Stürzt ein Kind aus einem Karussell, weil der Sicherungsbügel nicht fest genug saß, trägt der Betreiber des Fahrgeschäfts eine Mitschuld. Das hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden und sprach dem Kind ein Schmerzensgeld zu (Az. 1 U 110/13).

Ein damals zwölfjähriger geistig behinderter Junge besuchte mit seinen Eltern einen Freizeitpark. Dort fuhr er ein Karussell, das im Park per Selbstbedienung gestartet wird. Es besteht aus einer Fahrgastkabine mit zwei Sitzplätzen, die im Kreis fährt und sich dabei überschlägt. Der Vater des Kindes schloss den Sicherungsbügel, ließ dabei aber etwas Platz zwischen dem Kind und dem Bügel. Hinter dem Sicherheitszaun startete er die Fahrt. Dabei rutsche der Junge aber unter dem Bügel heraus, sodass sein linkes Knie zwischen der Sicherung und der Wand eingeklemmt wurde und er sich schwer verletzte.

Das Oberlandesgericht Oldenburg erkannte schließlich eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Freizeitparkbetreibers. Das Karussel dürfe nicht starten, wenn der Sicherungsbügel nicht richtig arretiert ist. Ein Sachverständiger stellte fest, dass ein Fahrgast aus der Gondel nicht herausrutschen konnte, wenn der Bügel fest an den Schenkeln und Leisten angelegen wäre. Die korrekte Position des Bügels wurde nicht automatisch überprüft. Zudem hatte sich am Gerät erst ein halbes Jahr vorher ein ähnlicher Unfall ereignet. „Der Betreiber hätte daher zumutbare Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr treffen müssen“, erklärt Rechtsanwalt Tim Vlachos. Nach Ansicht des Gerichts wäre das etwa ein ausdrücklicher Hinweis auf den festen Sitz des Sicherungsbügels gewesen oder eine Überprüfung seitens des Personals. Lediglich ein Notstopp zu bieten sei hierfür zu wenig.

Die Mitschuld des Betreibers bewertete das Gericht mit einem Drittel, sodass dieser dem mittlerweile 15-Jährigen ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro zu zahlen hat.

Bild: digital cat/flickr.com/cc-by

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