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Hooligan-Sympathisant ist nicht für den Polizeidienst geeignet

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 20.01.2014

Polizeiordnung
Darf sich ein Polizei-Bewerber öffentlich mit Hooligans solidarisieren?

Hat jemand den Wunsch, Polizist zu werden, stellt aber seine Sympathie zu gewaltbereiten Hooligan-Gruppen öffentlich zur Schau, so ist es rechtens, ihm die Aufnahme in den gehobenen Dienst der Schutzpolizei  zu verwehren. Das Verwaltungsgericht Berlin hat dies nun bestätigt (Az. VG 26 K 343.12).

Als bei der Schutzpolizei Berlin die Bewerbung eines jungen Mannes eintraf, der dort eine Stelle im gehobenen Dienst in Aussicht hatte, erteilte der Polizeipräsident dem Bewerber eine Absage. Grund dafür war die charakterliche Nichteignung wegen der Begeisterung zu einer Hooligan-Fangruppe. Der Bewerber habe in der Öffentlichkeit ein T-Shirt mit der Aufschrift „Brigade Köpenick since 1999“ getragen. Damit sympathisiere er eindeutig mit gewaltbereiten Fans im Umfeld des 1. FC Union. Dies aber stehe nicht im Einklang mit der Karriere eines Polizeivollzugsbeamten im gehobenen Dienst. Damit wollte sich der Anwärter aber nicht abspeisen lassen und klagte gegen die Absage.

Das Gericht hat die Absage als berechtigt gewertet und die Klage somit abgewiesen. Der Staat müsse Polizeibeamten außerordentlich hohe Anforderungen stellen. Der Kläger habe sich öffentlich zu einem Hooligan-Fanklub bekannt. Deswegen sei anzunehmen, dass er in manchen Situationen nicht mehr objektiv handeln könne. Das Gericht führte diesen Gedanken weiter aus: Die fehlende charakterliche Eignung könne hinderlich bei Einsätzen sein, zum Beispiel bei der Verfolgung von Straftaten, die durch Hooligans verübt wurden. „Polizeibeamte müssen charakterliche Stabilität und Recht schaffende Neutralität aufweisen. Beides sahen die Richter hier als nicht gegeben an“, erklärt Rechtsanwalt Tim Vlachos.

Bildquelle: Metro Centric/flickr/cc-by

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