Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Elektrische Armprothese: Kostenübernahme durch Krankenkasse?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Petra Nieweg
Stand: 26.11.2013

Krankenversicherung
Die medizinische Versorgung mit einer Prothese kann sehr teuer werden

Eine Krankenkasse muss die Kosten für eine teurere elektrische Unterarmprothese übernehmen, da es einem Versicherungsnehmer nicht zugemutete werden kann, eine günstigere und greifzangenähnliche Armprothese zu nutzen. Es muss sichergestellt werden, dass eine Prothese eine vorliegende Behinderung ausreichend ausgleicht. Das hat das Sozialgericht Heilbronn entschieden (Az. S 15 KR 4576/11).

Eine 24-jährige Frau, die ohne linken Unterarm zur Welt gekommen ist, beantragte bei ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme für eine elektrische Unterarmprothese, die insgesamt etwa 45.000 Euro kostet. Die Krankenversicherung war aber nur bereit eine günstigere Armprothese zu bezahlen, die circa 29.000 Euro gekostet hätte. Allerdings können mit dem günstigeren Modell nur drei Finger, ähnlich wie bei einer Greifzange, bewegt werden. Damit war die versicherte Frau nicht einverstanden und klagte vor Gericht.

Das Gericht gab der Frau recht und die Krankenkasse wurde verurteilt, die Kosten für die beantragte elektrische Armprothese zu übernehmen. Die günstigere Unterarmprothese gleiche die Behinderung der Klägerin nicht ausreichend aus. Während es mit der genehmigten Prothese nur möglich sei, drei Finger zu bewegen, habe die Klägerin mit dem teureren Modell die Möglichkeit, fünf Finger der Prothese aktiv zu nutzen. Dies ermögliche es der Klägerin zum Beispiel Gläser sicher mit der linken Hand zu nutzen. Außerdem könne Sie dann auch den Schlüssel- und Spitzgriff mit der Prothese durchführen. Somit sei gewährleistet, dass das Leben der Klägerin deutlich erleichtert wird. „Versicherte haben Anspruch auf eine Versorgung, die eine Behinderung genügend ausgleicht. In diesem Fall dient die teurere Armprothese nicht der Bequemlichkeit, sondern die Klägerin erhält damit ein Stück Lebensqualität zurück“, erklärt Rechtsanwältin Petra Nieweg.

Bildquelle: Peter_Franz/flickr/cc-by

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Petra Nieweg   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Krankenversicherung

Versicherungsrecht - Ist die Zurücknahme des gesetzlichen Versicherungsschutzes rechtens? | Stand: 26.01.2016

FRAGE: Kann nach §9 eine freiwillige Mitgliedschaft begründet (eingefordert) werden bzw. ist die Rücknahme des Versicherungsschutzes rechtens? Zur Vorgeschichte:- Geboren bin ich 1950- ab 196...

ANTWORT: Zum Zeitpunkt der Anmeldung bei der Krankenversicherung im Oktober 2015 hatten Sie bereits das 55. Lebensjahr überschritten. Ferner waren Sie in den fünf Jahren vor der Anmeldung nicht gesetzlic ...weiter lesen

Nicht bei Versicherung gemeldeter Sohn hat keinen Versicherungsschutz | Stand: 11.09.2015

FRAGE: Als unsere Tochter geboren wurde, haben wir von einer Einzel- auf eine Familienauslandskrankenversicherung gewechselt. Da es sich um eine Familienversicherung handelt, in der alle Familienangehörige...

ANTWORT: Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Aussage der Krankenversicherung richtig ist. Ihr Sohn ist bisher dort nicht versichert.Die Grundlage für das Versicherungsverhältnis sind die Allgemeine ...weiter lesen

Berechnung des gesetzlichen Krankenkassenbeitrag vom Bruttoeinkommen aus der Pension des Ehemanens | Stand: 21.02.2015

FRAGE: Meine Frau ist als Rentnerin sogenanntes freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse. Neben Ihrer Rente werden alle Einnahmen zur Berechnung des Krankenkassenbeitrages herangezogen, ebenso 50...

ANTWORT: Der von Ihnen dargelegten Gedankenführung zur Bestimmung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aus dem Nettoeinkommen kann ich durchaus folgen. Und in der Tat wurde bei der Berechnung der Beiträg ...weiter lesen

Tarifwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung | Stand: 22.02.2015

FRAGE: Ab 2016 erhalte ich Pension und zusätz. Rente vom AG, zur Zeit freiwillig versichert plus Zusatzversicherung. Von allen diesen Renten müsste ich KV und PV ca. 17,% bis Höchstbeitrag ca...

ANTWORT: Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der privaten Krankenversicherung keinen Annahmezwang, d.h. kein privater Krankenversicherer muss zu einem feststehenden Tarif Mitglieder aufnehmen.Vo ...weiter lesen

Versicherung akzeptiert Kündigung erst zum Jahresende | Stand: 27.06.2014

FRAGE: Ich war bisher nicht berufstätig und über meinen Mann (Beamter) krankenversichert (70% Beihilfe, 30% privat). Nun habe ich mich selbstständig gemacht (ca. 3500€ monatl. Einkommen) un...

ANTWORT: Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass sich die Versicherung rechtskonform verhält.Die Frage der Übernahme und Kündigung privater Krankenversicherungen ist im Versicherungsvertragsgeset ...weiter lesen

Krankenkasse kündigt Mitgliedschaft | Stand: 10.12.2013

FRAGE: Mein Mann ist US-Staatsbürger und arbeitet als Zivilangestellter für die US-Streitkräfte in Deutschland. Er ist nicht meldepflichtig und unterliegt dem SOFA-Abkommen. Er kann sich somi...

ANTWORT: Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr problematisch ist, wenn man zu befürchten hat, dass man die Krankenversicherung verliert. In der Tat hat die Krankenkasse grundsätzlich recht, wen ...weiter lesen

Krankversicherung kündigt dem Versicherten wegen mangelnder Zusammenarbeit mit der ARGE | Stand: 25.01.2010

FRAGE: Anfang 2006 teilte mir die ARGE mit, dass die Hilfe zur Arbeitslosigkeit mit Datum zum 01.04.2006 eingestellt wird. Begründungen: Mangelnde Mithilfe, Unterlagen fehlen u.s.w. All das habe ich eingereich...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,zu Ihrer Frage: Sie können und sollten zwei Dinge unternehmen:1. Der Krankenversicherung fragen Sie bitte schnellstmöglich schriftlich an, ob Ihr Widerspruch aufschiebend ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Sozialrecht / Hartz IV
Interessante Beiträge zu Krankenversicherung

Ergänzende kieferorthopädische Behandlung keine Härtefallleistung
| Stand: 20.12.2013

Übernimmt bereits die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten einer medizinisch notwendigen kieferorthopädischen Behandlung, so ist das Jobcenter einem Leistungsempfänger gegenüber nicht verpflichtet, ...weiter lesen

Elektronische Gesundheitskarte verfassungskonform
| Stand: 21.11.2013

Ab dem 1. Januar 2014 ist jeder gesetzlich versicherte Krankenkassenpatient verpflichtet, die elektronische Gesundheitskarte zu nutzen. Versicherte haben kein Recht einen anderen Versicherungsnachweis zu erhalten. Weder ...weiter lesen

AOK darf Krankenhausnavigator weiter betreiben
| Stand: 27.09.2013

Der sogenannte Krankenhausnavigator von der AOK darf einstweilen weiter über das Behandlungsniveau von Krankenhäuser informieren. Das Sozialgericht Berlin hat entschieden, dass der Fall zu vielschichtig ist, um ...weiter lesen

Pflegeaufwand eines Schwerbehinderten begründet keinen Hospizaufenthalt
| Stand: 19.07.2013

Dass die Pflege eines schwerbehinderten Kindes die Familie erheblich belastet, ist kein ausreichender Grund für den Krankenkassenzuschuss zum Hospizaufenthalt. Das hat das Sozialgericht Koblenz festgestellt und wies ...weiter lesen

85.000 Euro Schadensersatz wegen zu heißem Tee
| Stand: 20.06.2013

Keinen kalten Kaffee gab es, sondern zu heißen Tee - das Pflegepersonal in einem Heim mit pflegebedürftigen und teilweise an Demenz erkrankten Heimbewohnern hatte zum Mittagessen heißen Tee in Thermoskannen ...weiter lesen

Nicht zugelassene Medikamente bei einer lebensbedrohlichen Krankheit: Wer muss zahlen?
| Stand: 27.05.2013

Immer wieder haben die Sozialgerichte Streitigkeiten zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Versicherten zu entscheiden, wer die Kosten für nicht zugelassene Medikamente bei einer lebensbedrohlichen Krankheit bezahlen ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Petra Nieweg   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.606 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

   | Stand: 09.01.2017
Bei dem Gespräch mit dem Anwalt kam auch die Deutsche Anwaltshotline ins Gespräch. Neugierig geworden habe ich nach Beendigung des Telefongespräches gesucht und auch gefunden und meine Meinung kundgetan. Ich wünschte mir in unserer Nähe auch so kompotente Beratung, da ging es mir oft besser. Danke für die Beratung.

   | Stand: 09.01.2017
Trotz leicht fader Begrüßung ein starkes Gespräch welches mir zum Thema Mietrecht mehr Sicherheit gegeben hat. Ich hoffe auf Erfolg. Vielen Dank.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Sozialrecht | Insolvenzrecht | Sozialrecht | Sozialrecht - Hartz IV | Familienversicherung | freiwillig krankenversichert | Gesetzliche Krankenversicherung | gesetzliche Unfallversicherung | Kostenübernahme Krankenkasse | Krankenkasse Kündigung | Krankenkassenbeiträge | Krankenkassenwechsel | Krankentagegeld | Kündigung Krankenversicherung | Krankenversicherungsrecht | Krankenversicherungshöchstsatz | Krankenkassenhöchstsatz | Bürgerversicherung | Krankenversichertenkarte

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen