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Besitzer darf Hund während der Arbeitszeit nicht in ein Auto sperren


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 10.10.2013

HundehaltungHunde in ein Auto zu sperren verstößt gegen das Tierschutzgesetz

Wer ein Haustier hat, sollte sich auch an das Tierschutzgesetz halten. Dieser Meinung ist auch das Verwaltungsgericht Stuttgart und hat es einem Hundehalter verboten, seine Hündin in das Auto zu sperren, während er auf der Arbeit ist (Az. 4 K 2822/13).

Der Sachverhalt: Ein Mann arbeitet an vier Tagen der Woche für jeweils acht Stunden und sperrte währenddessen seine Hündin in sein Auto. Ab und zu führte der Hundebesitzer die Hündin immer Gassi und sperrte sie dann wieder in den Wagen. Es dauerte nicht lange, bis das jemand mitbekommen hat. Das Landratsamt Ludwigsburg wollte daraufhin eine Verfügung gegen den Hundehalter bewirken: Dem Mann drohte eine Strafe von 400 Euro, falls er seine Hündin weiterhin einsperren sollte. Der Hundebesitzer akzeptierte die Verfügung nicht und wollte sich mit einem Eilantrag dagegen widersetzen. Der Fall wurde vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart verhandelt und der Eilantrag des Hundehalters zurückgewiesen.

Nach Meinung der Richter verstößt der Hundebesitzer gegen § 2 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes. Dort ist festgehalten, dass Tiere entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Wenn jemand seinen Hund an vier Tagen für jeweils acht Stunden in ein Auto sperrt, könne nicht mehr von einer verhaltensgerechten Unterbringung die Rede sein. Selbst wenn der Hundehalter regelmäßige Spaziergänge mit dem Hund unternimmt, dürfe er das Tier nicht einsperren. „Lässt man ein Tier alleine im Auto, kann es schnell ungemütlich werden. Hitze oder Kälte kann dem Tier zu schaffen machen. Hinzu kommt, dass ein Auto nicht den nötigen Platz bietet, damit sich ein Hund wohlfühlt. Man lässt ein Kleinkind auch nicht alleine im Wagen zurück“, erklärt Rechtsanwalt Tim Vlachos.

Bildquelle: Orin Zebes/flickr.com/cc-by

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