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Keine Befreiung vom Sexualkundeunterricht

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Frank Böckhaus
Stand: 01.10.2013

Bienchen und BlümchenSexualkunde: Keine Ausnahme für Strenggläubige

Auch Kinder aus strenggläubigen Familien müssen am Sexualkundeunterricht einer Grundschule teilnehmen. Dieser Ansicht ist das Verwaltungsgericht Minden und wies die Klage eines Baptisten ab (Az. 8 K 1623/12). Der Aufklärungsunterricht sei für seine Tochter zumutbar.

Erheblich verstört soll die Tochter schon nach der ersten Stunde des Aufklärungsunterrichts nach Hause gekommen sein. Es seien „eklige Dinge“ angesprochen worden, soll sie ihren Eltern berichtet haben. Diese sind der Meinung, dass der Sexualkundeunterricht nicht wertneutral sei und auch nicht der Reife ihres Kindes entspräche. Daher strebten die strengreligiösen Eltern eine Befreiung vom Unterricht an. Er entspräche nicht ihren religiösen Überzeugungen.

Um den Schaden für die Tochter zu untermauern, legten die Eltern zudem ein ärztliches Attest vor, das behauptet, das Kind könne durch den Sexualkundeunterricht psychosomatische Störungen erleiden. Die Schulärztin jedoch lehnte den Befreiungsantrag nach eigenen Untersuchungen ab. Auch der Schulamtsdirektor hat nach den Unterrichtseinheiten keine Auffälligkeiten beim Kind festgestellt. Daher zogen die Eltern vor Gericht: Es sollte feststellen, dass eine Befreiung hätte erteilt werden müssen. Darüber hinaus bestünde Wiederholungsgefahr für die jüngeren Kinder der Baptistenfamilie.

Das Verwaltungsgericht Minden aber konnte keine falsche Entscheidung seitens der Schulbehörde erkennen. Die Schule halte den Aufklärungsunterricht zu Recht für zumutbar, da jegliche nachträgliche Überprüfung die elterlichen Bedenken nicht bestätigt hatten. Das vorgelegte Attest wertete das Gericht daher als reine Gefälligkeitsbescheinigung. Zudem berücksichtige der Lehrplan stets den Reifegrad der Kinder – davon ist das Verwaltungsgericht überzeugt. „Daher hat der schulische Erziehungs- und Bildungsauftrag hier eindeutig Vorrang“, erklärt Rechtsanwalt Frank Böckhaus.

Bild: DeweysGrandchild/flickr.com/cc-by

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