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Muss der Mieter bei verlorenem Schlüssel Schadensersatz leisten?


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold
Stand: 20.08.2013

SchluesselrueckgabeEin verloren gegangener Schlüssel kann teuer werden

Verliert ein Mieter einen ihm überlassenen Schlüssel, so ist er verpflichtet seinem Vermieter Schadensersatz zu leisten, falls er sein Verschulden nicht widerlegen kann. Das hat das Landgericht Heidelberg jetzt entschieden (Az. 5 S 52/12).

Der Mieter im besagten Fall beendete das Mietverhältnis einvernehmlich mit dem Vermieter und gab bei der Wohnungsübergabe nur einen Schlüssel zurück. Der Vermieter war der Meinung, dass ein zweiter Schlüssel, welcher zu Mietbeginn ausgehändigt wurde, fehlt und klagte gegen den Mieter. Dem Vermieter sei ein Schaden in Höhe von 1.367 Euro inklusive Zinsen entstanden, da die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden muss. Der verlorene Schlüssel öffnet nämlich nicht nur die Wohnungstür, sondern auch noch den Kellerzugang und die Haustür. Der Mieter dagegen hat bestritten, jemals einen zweiten Schlüssel erhalten zu haben.

Die Richter haben der Klage stattgegeben, da der Mieter in diesem Fall seine Obhuts- und Rückgabepflicht nach § 546 Abs. 1 BGB verletzt hat. Die Aussage des Mieters, er habe nur einen Schlüssel erhalten widerlegten die Richter durch Aussagen von drei Zeugen, welche während der Übergabe zu Beginn des Mietverhältnisses anwesend waren. „Da der Vermieter auch bestimmte Pflichten gegenüber den Miteigentümern hat und ihm durch den Verlust des Schlüssels ein Schaden entstanden ist, kann er die Kosten für den Austausch der Schließanlage vom Mieter einfordern“, erklärt Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold.

Das Gericht führte weiter aus, dass eine erhöhte Missbrauchsgefahr vorliegt, da der verlorene Schlüssel mehrere Türen des Wohnhauses öffnen kann. Somit reiche es nicht aus, nur den verloren gegangenen Schlüssel neu anfertigen zu lassen. Das Argument des Mieters, er müsse gar keinen Schadensersatz leisten, weil der Vermieter die Schließanlage bisher nicht ausgetauscht hat, wiesen die Richter zurück. Der Vermieter handele auf eigene Gefahr, so das Gericht.

Bild: JordiCORE/flickr.com/cc-by

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