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Sturz beim Geldabheben am Bankautomaten


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold
Stand: 30.07.2013

Wer für seine Schwiegermutter Geld am Bankautomaten abhebt und dabei verunglückt, ist durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Und zwar dann, wenn die Familienangehörige zu Hause gepflegt wird und mit dem Geld vom Konto der Pflegebedürftigen für sie eingekauft werden sollte. Das hat jetzt das Landessozialgericht Bayern entschieden (Az. L 2 U 516/11).

Eine Frau stürzte auf winterlichem Bürgersteig beim Weg vom Auto zum Bankautomaten. Sie war für ihre Schwiegermutter auf Einkaufstour und wollte das dazu notwendige Geld von deren Konto abheben. Die alte Dame wird von ihren Familienangehörigen zu Hause gepflegt und ist selbst dazu nicht mehr in der Lage.

Deshalb muss bei dem Malheur der Schwiegertochter laut Richterspruch hier die gesetzliche Unfallversicherung einspringen. "Denn pflegende Angehörige stehen unter gesetzlichem Schutz, wobei neben der Pflege zu Hause auch das Einkaufen für den Pflegebedürftigen versichert ist", erklärt Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold.  Wer dazu Bargeld vom Konto des Pflegebedürftigen abhebt, hat also Anspruch auf den staatlichen Unfallversicherungsschutz auch für den Weg zum Geldautomaten.

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