Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wandabriss ohne Genehmigung des Vermieters

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Alexandra Wimmer
Stand: 11.07.2013

Wer in einem gemieteten Haus Wände einreißt und Feuerstellen umsetzt, braucht dazu in der Regel die Einwilligung des Vermieters. Und zwar schriftlich, um dem Streit bei einer späteren Kündigung deswegen schon von vorneherein den Wind aus den Segeln zu nehmen. Hat der Hauseigentümer jedoch seit Jahren von den Umbauten gewusst und offenbar nichts dagegen unternommen, muss er sich nun auch weiter gedulden, bis der Mietvertrag ordentlich ausgelaufen ist. Erst mit dem freiwilligen Auszug schuldet ihm der renitente Mieter dann den geforderten Rückbau. Das hat das Landgericht Lüneburg entschieden (Az. 6 S 80/12).

Ein niedersächsischer Immobilienbesitzer verlangte die umgehende Räumung seines vermieteten Einfamilienhauses. Erst durch die Mahnung des örtlichen Schornsteinfegers sei er als Eigentümer davon informiert worden, dass in seinem Haus ein neuer Kaminofen eingebaut wurde. Der müsse sofort entfernt werden. Wogegen eine zwar nicht tragende Wand im Erdgeschoss, für deren Entfernung er auch kein Einverständnis gegeben habe, wieder aufzubauen wäre.

Weil mehrfache Mahnungen in dieser Sache aber nicht fruchteten, kündigte der Hauseigentümer schließlich einseitig den Mietvertrag. Dem Dokument zufolge dürften Veränderungen an und in den Mieträumen, insbesondere Um- und Einbauten, Installationen und dergleichen nur mit seiner schriftlichen Erlaubnis vorgenommen werden. Wobei der Vertragstext auch regelt, dass der Mieter eigene Feuerstätten nur unter Verwendung der hierfür vorgesehenen Schornsteinanschlussöffnungen an die vom Bezirksschornsteinmeister zu benennenden Schornsteine anschließen darf.

Das sei ja geschehen, konterten der Mieter. Der strittige Kaminofen stelle keine bauliche Veränderung dar, da er weder mit dem Boden, noch der Wand fest verbunden sei und jederzeit entfernt werden könne. Und zum Schornstein sei ein bereits vorhandener Anschluss aus offenbar früheren Zeiten freigelegt worden, dessen Öffnung nur mit einem Gussstopfen verschlossen gewesen war. Und was die „verschwundene“ Wand angeht, sei sie bei eigentlich allen, übrigens baugleichen Häusern in der Straße bereits entfernt worden. Schon bei der Besichtigung des Objektes vor dem Einzug wäre seinerzeit unter Zeugen mündlich vereinbart worden, dass die zukünftigen Mieter die nicht tragende Wand im Erdgeschoss abreißen dürfen.

Womit die Rechtslage klar war: Der Vermieter hat keinen Anspruch auf sofortige Herausgabe seines Einfamilienhauses. „Zwar stellt das Entfernen einer Wand normalerweise einen hinreichend erheblichen Eingriff in die Bausubstanz dar, um von einer Pflichtverletzung des Mieters ausgehen zu können“, erklärt Rechtsanwältin Alexandra Wimmer. Vorliegend geht das Gericht aber davon aus, dass der Hauseigentümer bereits deutlich vor seinem ersten Schreiben, mit dem er die Mieter zur Wiederherstellung der Wand aufgefordert hat, von deren Entfernung wusste. Was er jahrelang geduldet hat, berechtigt ihn jetzt nicht zur fristlosen Kündigung. Er kann den Wiederaufbau der Wand und das Entfernen des Kaminofens jedenfalls nicht mehr während der Dauer des vertraglich noch laufenden Mietverhältnisses verlangen.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Alexandra Wimmer   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Nießbrauchrecht

Können Kinder das Nießbrauchsrecht der Lebensgefährtin des Vaters anfechten? | Stand: 02.06.2010

FRAGE: Seit 6 Jahren lebe ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen. Für sie habe ich das Nießbrauchsrecht in meinem Haus eingetragen. Kann das Nießbrauchrecht von meinen beiden Kindern nac...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant1. Das zugunsten Ihrer Lebensgefährtin eingetragene Nießbrauchsrecht kann von Ihren Kindern nicht angefochten werden. Eine Anfechtung ist grundsätzlich nur dann möglich ...weiter lesen

Überlassung einer geerbten Immobilie an das Kind und die Sicherung durch Grundbucheintrag | Stand: 30.12.2009

FRAGE: Leider ist unsere Mutter (wir sind 3 Kinder) im Oktober 09 verstorben. Sie hat uns unter anderen ein kleines Haus mit eigenem Grundstück hinterlassen in Berlin. Im Testament sind wir alle drei z...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,es gibt Möglichkeiten, mit welchen Sie eine Überlassung des Hauses an Ihren Sohn rechtlich absichern können, die auch im Grundbuch eingetragen werden können.Z ...weiter lesen

Verfügungsbefugnisse in einer Erbengemeinschaft | Stand: 01.12.2009

FRAGE: In einer Erbengemeinschaft bin ich seit 10 Jahren zu 25% Miteigentümer von einem Haus. Diese Erbengemeinschaft entstand mit dem Tod meines Vaters. Meine Mutter hatte das Nießbrauchrecht vo...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,als Erbengemeinschaft bilden Sie und die weiteren Erben eine sogenannte Gesamthandsgmeinschaft, d. h. jeder einzelne ist Eigentümer des Erbes, aber eben nur mit den anderen zusammen ...weiter lesen

Vollmacht über Miet- und Nebenkostenkonten durch Nießbrauchrecht am Wohnraum | Stand: 25.11.2009

FRAGE: Ein Zweifamilienhaus mit einer Wohnung mit 160 qm, von mir bewohnt und einer Wohnung mit 82 qm, vermietet. Jeweils eine Haushälfte, physisch nicht definiert, gehört dem ersten Mann meiner verstorbene...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,1. Sie fragen zunächst, ob Sie einen Anspruch auf Vollmachten für die beiden Konten des Hauses haben; hierzu folgendes:Ja, Sie haben einen Anspruch auf die Vollmachten ...weiter lesen

Ist es möglich ein vertraglich, jedoch nicht notariell, festgehaltenes Nießbrauchsrecht zu beenden? | Stand: 10.10.2009

FRAGE: Kündigung eines Nießbrauchsrechts, das nicht dinglich im Grundbuch eingetragen ist, sondern meinem Vater von mir eingeräumt wurde. Wortlaut des Vertrags:Herr L. räumt hiermit fü...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, da das Nießbrauchsrecht nicht dinglich vereinbart wurde und damit ins Grundbuch eingetragen wurde, besteht zwischen Ihnen und Ihrem Vater nur ein schuldrechtliches Nießbrauchsrecht ...weiter lesen

Nießbrauchrecht an einem Haus auf die Tochter übertragen | Stand: 19.08.2009

FRAGE: Meine Schwiegereltern haben vor 20 Jahren ihr Dreifamilienhaus ihrem Sohn geschenkt und für sich selbst ein lebenslanges Nießbrauchrecht im Grundbuch eintragen lassen. Der Sohn wohnt bislan...

ANTWORT: Damit Ihre Frau die Wohnungen vermieten kann und ggf. Miete von dem Sohn verlangen kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:Zunächst muß es sich bei dem Nießbrauch Ihre ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Beiträge zu Nießbrauchrecht

Vorher-Nachher-Bilder in Patientenzeitschrift erlaubt
| Stand: 12.07.2013

Vorher-Nachher-Bilder sind nur als Verstoß gegen das Heilmittelwerberecht anzusehen, wenn sie missbräuchliche, abstoßende oder irreführende Veränderungen des menschlichen Körpers aufgrund ...weiter lesen

Anzeige gegen Vermieter - Kündigung von Mietverhältniss nicht gerechtfertigt
| Stand: 12.07.2013

Erstattet ein Mieter gegen seinen Vermieter Anzeige, kann eine vom Vermieter ausgesprochene Kündigung des Mietverhältnisses unrechtmäßig sein. Nur bei einer vorsätzlich falschen oder leichtfertig ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Alexandra Wimmer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.034 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 21.08.2017
Herzlichen Dank für die gute und verständliche Erklärung. Ich war überaus zufrieden

   | Stand: 18.08.2017
Vor ein paar Jahren habe ich die deutsch Anwaltshotline entdeckt und wurde in meinem damaligen Notfall sofort rechtlich einwandfrei und sehr freundlich beraten. Das war eine Riesenerleichterung, da ich dann sofort wusste, was weiter zu tun ist und nicht auf einen - noch dazu weit teureren Anwaltstermin warten musste. Seitdem habe ich immer wieder einmal die deutsche Anwaltshotline genutzt und auch weiterempfohlen, da ich absolut von Ihrem Service überzeugt bin. Es ist einfach eine großartige Sache und ich danke allen Anwälten,die sich dafür engagieren!

   | Stand: 18.08.2017
Danke

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Immobilienrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Immobilienrecht | Baulast | Dauerwohnrecht | Dienstbarkeit | Dienstbarkeitsnutzung | Einsitzrecht | Leibgeding | Nießbrauch | Nießbrauch-Mietzahlung | Rentenkauf | Rentenschuld | Vorbehaltsnießbrauch | Grundstückslasten

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen