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Arbeitsunfall beim Luftschnappen vor der Werkhalle


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Tanja Leopold
Stand: 09.07.2013

Wer eine über 30 Grad heiße Montagehalle für einige Minuten zum „Luftschnappen“ verlässt und sich an einem schattigen Plätzchen außerhalb mit einem Speiseeis innere Abkühlung verschafft, tut dies doch im unmittelbaren Zusammenhang mit seiner Arbeit. Denn in der Hitze und der schlechten Raumluft hätte er die schwere körperliche Belastung gar nicht bis zum Arbeitsende durchstehen können. Insofern handelt es sich um einen Arbeitsunfall, wenn der Betroffene während des kurzen Verschnaufens außerhalb der Halle und der regulären Pausenzeiten zu Schaden kam. Das hat das Sozialgericht Heilbronn entschieden (Az. S 13 U 1513/11).

In dem betreffenden Fall war ein 37jähriger Kfz-Mechaniker bei einem großen Automobilkonzern in einer Fertigungshalle eingesetzt. Dort wurden auch an diesem schwülheißen Hochsommertag immer wieder Neufahrzeuge im Stand bis auf 125 km/h hochgefahren. Was das Atmen in der sowieso schon stickigen Luft in der Halle noch schwerer machte.

Während eines mehrminütigen Leerlaufs des Montagebands holte sich der Mann am rund 20 Meter von der Halle entfernten Kiosk ein Eis. Das nahm er dann im Schatten unmittelbar vor einer Hallenaußentür zu sich. Sein Pech, dass in diesem Augenblick ein anderer Mitarbeiter die Tür aufstieß und ihn an der linken Ferse traf. Was zum Riss seiner Achillessehne führte und dazu, dass der Mann trotz zweimaliger Operation nach dem Unfall nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurück konnte.

Besonders ärgerlich: Die Berufsgenossenschaft übernahm zwar zunächst die Behandlungskosten, drückte sich dann aber vor einer Anerkennung des Malheurs als Arbeitsunfall. Sich ein Eis von draußen zu holen, sei nicht notwendig gewesen, um die Arbeitskraft des Mannes zu erhalten. Schließlich hätte er sich in der Halle jederzeit mit kostenlosen Getränken erfrischen können.

Dem widersprach jedoch das Gericht. Zwar habe der Verunglückte seinerzeit erst eine knappe Stunde zuvor Mittagspause gehabt. „Entscheidend ist jedoch, dass er sich von seinem Arbeitsplatz nicht nur entfernt hat, um sich das umstrittene Eis zu holen - sondern weil er sonst in der schwülheißen Halle ohne Klimaanlage noch vor Schichtende mit großer Wahrscheinlichkeit zusammengebrochen wäre“, erklärt Rechtsanwältin Tanja Leopold den lebensklugen Richterspruch.

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