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Verluste im Ausland

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Jörg-Matthias Bauer
Stand: 28.06.2013

Verluste beim fehlgeschlagenen Versuch, in Belgien Ferienwohnungen zu verkaufen, sind in Deutschland steuermindernd geltend zu machen. Obwohl Gewinne aus einer beabsichtigten Geschäftstätigkeit nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Belgien in Deutschland steuerfrei sind, heißt das noch lange nicht, dass auch alle erzielten Verluste bei der deutschen Besteuerung nicht berücksichtigt werden müssen. Das hat das Finanzgericht Köln festgestellt (Az. 10 K 2067/12).

Eine GmbH hatte 300.000 Euro für den Ankauf von 21 Chalets in einem belgischen Ferienpark angezahlt. Als das Geschäft dann nicht zustande kam, verfiel die Anzahlung. Woraufhin das deutsche Unternehmen den Verlust in seiner Körperschaftssteuer geltend machte. Was ihm der Fiskus unter Berufung auf die Steuerfreiheit laut Doppelbesteuerungsabkommen bei Gewinnen für die Verluste aber im Umkehrschluss versagte.

Jedoch zu Unrecht, wie die rheinischen Finanzrichter betonten. "Laut aktueller Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs müssen im Hinblick auf die Niederlassungsfreiheit grenzüberschreitende finale Auslandsverluste  im Ansässigkeitsstaat eines Mutterunternehmens berücksichtigt werden", erklärt Rechtsanwalt Jörg-Matthias Bauer. Der strittige Verlust sei aber definitiv und "final" entstanden. Und das deutsche Unternehmen habe diesen Verlust auch nicht in Belgien berücksichtigen können, weil es weder vorher dort geschäftlich tätig gewesen sei, noch die Absicht gehabt habe, später dort tätig zu werden.

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