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Frauenarzt haftet nicht für unentdeckt gebliebenen Darmkrebs

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Jetta Kasper
Stand: 28.06.2013

Arzt SchlumpfEin Arzt haftet nur für Erkrankungen seines Fachgebiets

Für eine nicht diagnostizierte Krebserkrankung kann ein Gynäkologe nicht verantwortlich gemacht werden, da er lediglich zur Abklärung von Beschwerden seines Fachgebietes verpflichtet ist. Selbst wenn er, und nicht etwa der Hausarzt, primär behandelnder Arzt gewesen ist. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Arzthaftungsfall festgestellt und bestätigte damit das Urteil des Landgerichts Bielefeld (Az. 26 U 140/12).

Eine 50-jährige Patientin klagte bei einem Frauenarzt über Unterleibsschmerzen, welcher daraufhin entsprechende gynäkologische Untersuchungen vornahm. Diese ergaben keinen Krankheitsbefund, sodass der Gynäkologe die Frau zur weiteren Behandlung an einen Urologen überwiesen hat. Dieser riet zu einer Kontrolluntersuchung des Darms, indem er sich in einem Arztbrief an den Hausarzt sowie an die Patientin selbst richtete – nicht jedoch an den erstbehandelnden Gynäkologen. Eine Darmspiegelung wurde erst in über einem halben Jahr später durchgeführt, wodurch schließlich ein bösartiger Tumor im Darm festgestellt wurde. Wenige Jahre später verstarb die Frau an der Krebserkrankung.

Die erbenden Kinder sind der Meinung, dass der Gynäkologe nicht fachgerecht vorgegangen ist und gleich eine Computer- oder Magnetresonanztomografie hätte vornehmen müssen. Dadurch hätte er der Darmtumor gleich erkannt, und die verstorbene Mutter hätte womöglich geheilt werden können. Daher verklagten die Kinder den Mediziner auf 30.000 Euro Schmerzensgeld.

Sowohl das Landgericht Bielefeld als auch das Oberlandesgericht Hamm wiesen die Klage ab. Ein medizinischer Sachverständiger bestätigte den Richtern, dass der Gynäkologe die Frau nicht fehlerhaft behandelt hatte. Aufgrund der geschilderten Beschwerden und Symptomen habe der Frauenarzt sämtliche erforderliche Untersuchungen vorgenommen, um eine Erkrankung aus dem gynäkologischen Gebiet auszuschließen. Mit der Überweisung an einen Urologen sei der Arzt all seinen Pflichten nachgekommen.

„Wird ein Facharzt aufgrund einer Überweisung tätig, ist er lediglich zu Untersuchungen bezüglich seines Fachgebietes verpflichtet. Alle darüber hinausgehenden Kontroll- und Sorgfaltspflichten obliegen dem primär behandelnden Arzt“, erklärt Rechtsanwältin Jetta Kasper. Doch auch wenn in diesem Fall der Gynäkologe die Primärbehandlung vorgenommen hatte, sei er nicht verpflichtet gewesen, die Patientin von sich aus zur Kontrolle einzubestellen, da der Arztbrief des Urologen lediglich an den Hausarzt und die Patientin selbst ging.

Bild: cheezelsmurf/flickr.com/cc-by

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