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Flugticket-Portal muss Zusatzgebühren transparent darstellen


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Daniela Sämann
Stand: 25.06.2013

Preisangabenverordnung
Der Preis von Flugtickets darf keine versteckten Kosten aufweisen

Wirbt ein Reisevermittler mit günstigen Preisen, darf dem Endpreis im letzten Schritt der Buchung nicht noch eine zusätzliche Gebühr hinzuaddiert werden. Außerdem dürfen auch Zusatzoptionen, welche extra kosten, nicht standardmäßig ausgewählt sein. Das hat das Landgericht Leipzig entschieden (Az. 05 O 2324/24).

Ein Flugticket-Portal im Internet hatte günstige Flüge für angebliche 106,98 Euro angeboten. Wollten Kunden den Flug von Paris nach Toulouse buchen, konnte nur mit Kreditkarte bezahlt werden und es wurde eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 34 Euro erhoben. Diese war dem Verbraucher erst im letzten Schritt der Buchung ersichtlich. Bei einem anderen Flug, von Berlin nach Palma de Mallorca nämlich, zwang das Portal dem Verbraucher fast schon eine zusätzliche „flexifly Umbuchungsoption“ auf, indem es standardmäßig ein Häkchen bei der Option setzte. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen war der Meinung, dass das Flugportal unlautere Geschäftspraktiken anwendet, und mahnte dieses ab und klagte dann vor Gericht.

Das Gericht hat der Klage stattgegeben, da Flugpreise stets als Endpreis, somit inklusive Steuern, Gebühren, Zuschlägen und Entgelte angegeben werden müssen. Es sei nicht ausreichend, zusätzliche Gebühren erst beim letzten Buchungsschritt zu offenbaren. Auch die voreingestellte Umbuchungsoption sei rechtswidrig. „Fakulative Zusatzkosten müssen transparent und eindeutig dargestellt werden und dürfen dem Verbraucher nicht einfach untergeschoben werden“, erklärt Rechtsanwältin Daniela Sämann. Der Reiseveranstalter musste eine Strafe von 20.000 Euro an das Bundesamt für Justiz zahlen.

Bildquelle: Marcin Wichary/flickr/cc-by

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