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Keine Genehmigung zum Erschießen von Wildtieren auf Privatgrundstück

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Juliane Schneewolf
Stand: 14.06.2013

Oeffentliche Sicherheit und Ordnung
Schüsse durch "Waffenlaien" stellen ein zu hohes Sicherheitsrisiko dar

Haltern von Damwild ist es nicht erlaubt, die Tiere durch Schüsse zu töten, auch wenn das Fleisch dann weiterverwertet wird und die Tötung den Tierbestand reduzieren soll. Das hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beschlossen (Az. 7 A 10188/13 vom 03.05.2013).

Ein Mann, welcher kein Jäger ist und auch keinen Waffenschein vorweisen kann, hat in seinem privaten Gehege Damwild gehalten. Die Tiere gehören zu einer Unterfamilie der Hirsche. Das umzäunte Gehege befindet sich dabei nicht weit entfernt von einer Wohnsiedlung. Er beantragte bei der zuständigen Behörde die Erlaubnis, die Tiere per Waffenschuss zu erlegen. Die Behörde lehnte diesen Antrag ab, woraufhin der Antragssteller vor Gericht zog.

Doch auch die Richter sahen keinen Grund, dem Mann die Erlaubnis zu gewähren. Das Gericht war der Meinung, dass die Örtlichkeit des Geheges ungeeignet ist, um dort zu schießen. Zwar sei es verständlich, dass der Halter der Tiere den Bestand durch gezielte Schüsse begrenzen und das Fleisch nutzen will, allerdings sei es nicht auszuschließen, dass die Schüsse ihr Ziel verfehlen oder Kugelsplitter beim Aufprall auf Stein oder Knochen entstehen und somit lebensgefährlich für andere Menschen sein können. Auch die Tatsache, dass der Schuss aus einem 4 Meter hohen Hochstand abgegeben werden sollte, konnte die Richter nicht davon überzeugen, dem Antrag zuzustimmen. Der Mann sei weder Jäger, noch habe er Erfahrungen mit Schusswaffen, zum Beispiel als Sportschütze, gesammelt.

„Hier hat das Gericht die öffentliche Sicherheit höher gewichtet und die Klage des Antragsstellers abgewiesen“, erklärt Rechtsanwältin Juliane Schneewolf den Richterspruch.

Bildquelle: judgepera/flickr/cc-by

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