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Ferienbus verspätete sich um drei Stunden - Reisemangel?


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold
Stand: 28.05.2013

Frage: Inwieweit gibt es Schadensersatz für eine Verspätung von 2,55 Stunden bei der Abholung zu einer pauschal gebuchten Ferienreise mit dem Bus.

Antwort: Zunächst hängt das davon ab, ob hier "höhere Gewalt" im Spiel war oder nicht. Hat ein verheerendes Sommergewitter alle Straßen unpassierbar gemacht, können Sie auch nicht von Ihrem Bus erwarten, dass er pünktlich vorfährt. Allerdings sollte der Reiseunternehmer (bzw. seine Fahrer oder Reisebegleiter) trotzdem versucht haben, Sie telefonisch zu erreichen und auf die Verspätung einzustimmen.

Liegt dem Ganzen eine Fehlkalkulation, eine falsche Tourenplanung oder selbst ein technischer Ausfall zu Grunde, trägt zunächst das Reiseunternehmen die Verantwortung. Wobei Sie solche Gründe vor Gericht dann beweisen müssen, was recht schwer fallen dürfte.

Pauschal betrachtet kommt es bei einem solchen Schadensersatz immer darauf an, wie wesentlich der Ausfall für einen verfehlten Zweck der Reise - die Urlaubsfahrt - war. Wenn bei einer anschließenden einwöchigen Tour die Abfahrt sich um ganze drei Stunden verspätet, dürfte das noch im Rahmen des Tolerierbaren liegen (wie gesagt: wenn der Veranstalter alles unternommen hat, den  Mangel so gering wie möglich zu halten - Sie also zumindest aktuelle informiert wurden).

Zwar gilt bei Busfahrten von Haus zu Haus nicht die Anreise/Abreisetag-Regelung, bei der Sie im Hotel erst am Abend des ersten gebuchten Tages ankommen und im Verlaufe des letzten gebuchten Tages wieder abreisen müssten. Doch auch hier sind gewisse Abweichungen hinzunehmen. Kommen Sie also erst drei Stunden später am ersten Ausflugsort mit dem Bus an, dürfte das noch kein Beinbruch sein.

Ganz anders stellt sich die Frage schon dar, wenn das dann ständig während der gesamten Reise passiert und Sie mehr Zeit mit dem Warten auf das Verkehrsmittel verbringen als mit der Erholung und etwa Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Da sollten Sie dann alle ausgefallenen bzw. stark eingeschränkten Programmpunkte notieren und entsprechend als Reisemangel geltend machen - und zwar schriftlich und mit allen Beanstandungen. Ein späterer "Nachschlag" wird nicht gewährt. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie für die fristgemäße Reklamation nur einen Monat nach Rückkehr Zeit haben.

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