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Grillen auf dem Balkon erlaubt?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Daniela Grünblatt-Sommerfeld
Stand: 02.05.2013

Grillen auf dem Balkon
Der Holzkohle-Grill auf dem Balkon kann Nachbarn beeinträchtigen

Frage: Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und möchten auf dem Balkon grillen. Dürfen wir das einfach so oder müssen wir Nachbarn oder Vermieter dafür um Erlaubnis fragen?

Antwort: Ausschlaggebend, ob man auf dem Balkon oder der Terrasse grillen darf, ist zunächst die Vereinbarung im Mietvertrag. Falls es dort nämlich verboten ist, können Sie sogar fristlos gekündigt werden. Das hat das Landgericht Essen in einem Urteil (Az. 10 S 438/01) entschieden. Falls das Grillen vom Vermieter erlaubt wird, hat er laut Amtsgericht Bonn (Az. 6 C 545/96) dennoch das Recht, dass Grillen auf einmal im Monat zu beschränken. Außerdem kann er darauf bestehen, dass die Nachbarn 48 Stunden vor dem Grillen darauf aufmerksam gemacht werden.

Auch hat das Amtsgericht Hamburg entschieden, dass der entstehende Rauch die Mitmieter zu sehr stören würde und verbot den Holzkohle-Grill auf dem Balkon und der Terrasse ganz (Az. 40 C 229/72). Falls Sie Wohnungseigentümer sind, so darf laut Landesgericht Stuttgart bis zu dreimal im Jahr gegrillt werden. Jedoch für maximal zwei Stunden je Grillfest (Az. 10 T 359/96). „Mit einem Elektrogrill beugen Sie störenden Rauch vor und beeinträchtigen auch die Nachbarn nicht“, so Rechtsanwältin Daniela Grünblatt-Sommerfeld.

Wenn Sie ein Haus mit Garten besitzen würden, dürften Sie laut Bayerischem Oberlandesgericht bis zu fünf mal im Jahr grillen (Az 2 Z BR 6/99). Das Oberlandesgericht Oldenburg hingegen war der Meinung, dass nur viermal pro Jahr gegrillt werden darf (Az. 13 U 53/02).

Bildquelle: rosarito_82/flickr/cc-by

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