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Schadenersatz: Tennistrainer trägt Haftung

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Daniela Grünblatt-Sommerfeld
Stand: 18.04.2013

Tennistrainer haftet
Tennistrainer müssen Acht auf ihre Schützlinge geben

Verstoßt ein Tennislehrer gegen die Fürsorge- und Schutzpflichten, indem er seinen Schüler nicht vor herumliegenden Tennisbällen auf dem Tennisfeld warnt und dieser sich durch einen Ball eine Verletzung zuzieht, so muss er Schadenersatz und Schmerzensgeld leisten. Dies entschied das Oberlandesgericht Bremen (Az. 1 U 13/12).

Der Tennisschüler übte auf einem Tennisplatz, kurze Bälle anzunehmen und musste bei einem dieser Bälle einen Schritt nach hinten machen. Genau dann trat er auf einen Tennisball und stürzte. Der Sturz verursachte einen Riss der Patellasehne im rechten Knie und der Verletzte musste operiert werden. Der Tennisschüler verklagte seinen Tennistrainer auf 4.500 Euro Schmerzensgeld sowie 254 Euro Schadenersatz. Das Landgericht Bremen versagte dem Verletzten die Forderungen. Die Begründung: Ein Tennistrainer könne seinen Schüler nicht vor jedem Risiko schützen. Daraufhin legte dieser Berufung ein.

Die Hartnäckigkeit lohnte sich in diesem Fall, denn das Hanseatische Oberlandesgericht Bremen erkannte dem geschädigten Schmerzens- und Schadensgeldforderungen in Höhe von insgesamt 4669,33 Euro an. Das Urteil begründeten die Richter mit dem Ergebnis eines Sachverständigen. Demnach habe ein Tennislehrer die Pflicht, gefährliche Gegenstände innerhalb des Spielbereichs des Schützlings zu entfernen. „Zumindest hätte der Trainer seinen Schüler auf die Bälle aufmerksam machen müssen, was er in diesem Fall nicht gemacht hat“, so Rechtsanwältin Daniela Grünblatt-Sommerfeld.

Bildquelle: Chong Fat/Wikimedia/gemeinfrei

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